Polizei lehnt Querungshilfen in der Gründgenstraße ab

 

Die Ampelanlage in der Gründgensstraße/Schreyerring wurde abgebaut.

 

Anwohnerinnen und Anwohner, insbesondere Kinder, müssen nunmehr ohne Hilfe die Straße überqueren.

 

 

 

 

Gerade in der Rushhour wird Steilshoop als Ausweichstrecke genutzt. Das erhöhte Verkehrsaufkommen erhöht das Gefahrenpotenzial.

 

Anwohnerbeschwerden gehen bei der CDU ein.

 

CDU-Fraktion wollte bereits im Jahr 2015 eine Überprüfung des Gefahrenpotenzials. Verwaltung lehnte aufgrund des geringen Personalbestandes ab.

 

CDU-Fraktion beantragt die Einrichtung einer Querungshilfe. Die Behörde kann entscheiden, ob eine Ampelanlage oder ein Zebrastreifen gebaut werden soll. So lange zu warten, bis etwas passiert, kann nicht die Lösung sein.

 

Polizei lehnt den Antrag aufgrund des geringen PKW-Aufkommens ab.

 

CDU wird die weitere Entwicklung beobachten.

 

Mit Drucksache 20-1162 beantragte die CDU-Fraktion, dass an der Kreuzung Gründgensstraße / Schreyering / Cesar-Klein-Ring  Verkehrszählungen vorzunehmen sind, um die Anzahl der Fußgänger in den Morgenstunden zwischen 07.00 Uhr und 08.30 Uhr und mittags zwischen 13.00 Uhr – 15.00 Uhr  zu ermitteln. Daraus sollten weitere mögliche Maßnahmen abgeleitet werden.

 

Hintergrund

 

Im Rahmen der Planungen zum Busbeschleunigungsprogramm wurde die gesamte Gründgensstraße vom Edwin-Scharff-Ring bis zum Leeschenblick baulich und verkehrstechnisch umgebaut. Auch der Bereich am Einkaufsszentrum Steilshoop zwischen der Gründgensstraße / Schreyerring und Gründgensstraße / Cesar-Klein-Ring wurde umgestaltet. Dieser Bereich wurde zu einer Tempo-30-Zone ausgewiesen. Die Querung der Fahrbahn an der Gründgensstraße / Schreyerring Richtung Steilshooper Allee wurde für die Fußgänger mit einer Querungshilfe ausgestattet. Diesen Weg aus dem Schreyerring kommend in Richtung Steilshooper Allee und dann zur Schule Appelhoff benutzen sehr viele Schüler und Schülerinnen. Die Schule Appelhoff an der Steilshooper Straße ist eine Ganztagsgrundschule mit Vorschulklassen. Rund 300 Schüler und Schülerinnen lernen hier.

 

Trotz der vorhandenen Tempo-30-Regelung und der Querungshilfe sind viele Schülerinnen und Schüler unsicher beim Queren der Fahrbahn, zumal sie die gefahrenen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge nicht abschätzen können und somit ein latentes Gefahrenpotential vorhanden ist.

Im Erläuterungsbericht des Landesbetriebes Straßen, Brücken und Gewässer vom 05.07.2013 wird in der Anlage 1 auf Seite 9 darauf hingewiesen, dass, wenn diese Querungsstelle an dieser Stelle nicht ausreichend ist, die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt  besteht, dort einen Fußgängerüberweg oder eine Fußgängerlichtzeichenanlage zu installieren.

Eine Überprüfung, ob Querungshilfen erforderlich sind, erfolgte bisher nicht. Mithilfe der Verkehrszählung sollte geprüft werden, ob Querungshilfen erforderlich sind.

 

Das Fachamt Management des öffentlichen Raumes hat dazu wie folgt Stellung genommen:

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation – VE 11 hat am 08.11.2012 eine Fußgängerzählung an den Knotenpunkten Gründgensstraße / Schreyerring (West) / Cesar-Klein-Ring (West) und Gründgensstraße / Schreyerring (Ost) / Cesar-Klein-Ring (Ost) durchgeführt.

 

Diese Ergebnisse wurden vor den Umbaumaßnahmen erhoben und sind daher nicht zielführend.

Daher hat der Regionalausschuss erneut die Verwaltung gebeten, die Erhebung vorzunehmen.

 

Darauf antwortete das Bezirksamt Wandsbek:

Verkehrszählungen für Bezirksstraßen fallen in die Zuständigkeit der Bezirke. Bisher waren jedoch Verkehrszählungen im Vorlauf einer Straßenmaßnahme für das Bezirksamt Wandsbek nicht notwendig. Abgesehen von den dazu fehlenden fachlichen Kenntnissen stehen dafür auch keine Personalkapazitäten zur Verfügung.

 

Antrag der CDU-Fraktion

In Anbetracht der fehlenden Personalkapazitäten beim Bezirksamt für die Erhebung der geforderten Zahlen muss sich die Politik auf die eigenen Erkenntnisse verlassen. Die vermehrten Beschwerden die Anwohnerinnen und Anwohner sowie das bestehende Gefahrenpotenzial, insbesondere für Kinder, bedingen eine zeitnahe Lösung.

Daher fordert die CDU-Fraktion die zuständige Behörde, zu prüfen, ob die Einrichtung von Querungshilfen möglich ist. Ob ein Zebrastreifen oder eine Ampelanlage eingerichtet wird, ist dabei unerheblich. Wichtig ist, dass etwas passiert.

 

Insbesondere zur Rushhour nutzen viele Berufstätige Steilshoop als Ausweichstrecke für die Steilshooper Allee. Die Kinder sind somit gezwungen, gefährliche Überquerungsmanöver vorzunehmen.

Wir können nicht so lange warten, bis etwas passiert. Wir müssen jetzt handeln!

 

Leider ist die Polizei dem Antrag der CDU nicht gefolgt. Aus der Sicht der Polizei ist das PKW-Aufkommen für die Einrichtung einer Querungshilfe zu gering. Den Anwohnerinnen und Anwohnern ist ein bedenkloses überqueren zu zutrauen.



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