Schlechte Nachricht: CDU-Fraktion forderte weitere Hundeauslaufflächen - Bezirksamt sieht keinen Bedarf

Auf die Anfrage meines CDU-Kollegen Dennis Thering hat der Senat mitgeteilt, dass in Hamburg 76.929 Tiere im Hunderegister eingetragen sind (Stand 2016). Das sind 3.535 mehr als 2015.

Innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Anzahl der Hunde somit um 17.450 gestiegen.

Die meisten Hunde sind im Bezirk Wandsbek gemeldet: 20.518.

Man sollte davon ausgehen, dass eine Erhöhung der Hundeauslaufflächen vom Senat angestrebt wird. Leider ist genau das Gegenteil zu beobachten: Seit 2011 wurden 6.000 Quadratmeter vernichtet.

Auch das Bezirksamt Wandsbek teilt mit Drucksache 20-4169 leider mit, dass zurzeit im Bezirksamtsbereich kein Bedarf nach weiteren Hundeauslaufflächen besteht. Ich kritisiere diese Haltung. Mehr Hunde bedeutet auch mehr Platzbedarf. Andernfalls steigt das Konfliktpotenzial. 

 

Durch die Zunahme des Hundebestandes und die Verringerung der Flächen steigt das Konfliktpotenzial. Die Folge sind u.a. Beißvorfälle, von denen im letzten Jahr 155 in Hamburg registriert wurden. Davon gab es allein 66 Vorfälle in Wandsbek.

 

Um das Konfliktpotenzial zu reduzieren, sollte es das Ziel der Politik sein, weitere Gebiete für den Hundeauslauf auszuweisen. Auch das Bezirksamt Wandsbek müsste einen Handlungsbedarf sehen.

 

Jedoch teilt das Bezirksamt Wandsbek mit Drucksache 20-3615 mit, dass im Bezirk Wandsbek keine weiteren Hundeauslaufflächen geplant sind. Somit wird das Konfliktpotenzial bei Zunahme des Hundebestandes weiter steigen. Weitere Beißvorfälle werden die Folge sein.

 

 

Die Herstellung ist abhängig von der örtlichen Situation/ örtlichen Gegebenheiten. Eine Grundausstattung bestehend aus Hinweisschild, Abfallkorb und Sitzbank kostet ca. 2.200 €. Für eine Hundeauslaufzone, insbesondere in stark genutzten Grünanlagen, können durch das Erfordernis einer Einzäunung und dem Bedarf an besonderen Einbauten (z.B. Balancierparcours, Sandflächen, Röhren, etc.) Herstellungskosten von 25.000 € und mehr entstehen.

Es muss geprüft werden, wo noch weitere Hundeauslaufflächen ausgewiesen werden müssen.



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