Schlechte Nachricht: Im hochverdichteten Quartier Appelhoff fallen 27 Parkplätze weg

Auf meine Anfrage teilt das Bezirksamt Wandsbek mit, dass durch die Sanierungsmaßnahmen in der Steilshooper Straße 27 Parkplätze wegfallen. Das Quartier Appelhoff leidet bereits unter einem massiven Parkplatzproblem.



Im Jahr 2017 möchte das Bezirksamt Wandsbek die Steilshooper Straße sanieren. Unter anderem ist geplant den Fahrradweg auf die Straße zu verlegen. Durch die Maßnahmen werden von den 110 Parkplätzen in der Steilshooper Straße 27 Parkplätze wegfallen.

In Anbetracht des vorherrschenden Parkdruckes im Georg-Raloff-Ring, der in die Steilshooper Straße mündet, wird sich die Parkplatzsituation weiter verschlechtern.

Einen freien Parkplatz im Georg-Raloff-Ring zu finden, ist wie Lotto spielen. Die Wahrscheinlichkeit einen Stellplatz zu finden ist sehr gering. Die Tiefgaragenplätze sind bereits seit Jahren vollkommen ausgebucht. Es gibt bereits lange Wartelisten.

 

Durch das Bauvorhaben im Georg-Raloff-Ring 40 bis 44 werden 93 Parkplätze entfallen. In der Tiefgarage des Neubaus sollen 90 Stellplätze entstehen. Im Innenhof sollen zusätzlich noch sieben Stellplätze entstehen. Dies ergibt eine Gesamtzahl von 97 Stellplätzen. Hinweis: Gemäß §48 der Hamburgischen Bauordnung (HBauO)) müssten keine Stellplätze mehr auf reinen Wohnungsbau geschaffen werden.

 

Vier Stellplätze werden auf dem Papier zusätzlich entstehen. Doch wird die Einwohnerzahl um mindestens 80 Bewohner steigen. Gemäß den Statistiken besitzen mehr als 20 Prozent aller Einwohner von Steilshoop ein PKW. D.h., es werden für die künftigen Anwohner mindestens 16 benötigt. Somit weist der Georg-Raloff-Ring nach der Fertigstellung 12 Parkplätze weniger auf als zuvor. Erschwerend kommt hinzu, dass auch neben der Kita-Georg-Raloff-Ring gebaut wird. Der Bau soll keine zusätzlichen Stellplätze aufweisen. Weitere Parkplätze werden fehlen.

 

Fazit: Es wird nicht besser! Die Wahrscheinlichkeit, einen freien Parkplatz zu ergattern, wird weiter sinken.

Offensichtlich möchte die Koalition die Autofahrer herausdrängen. Es stellt sich die Frage, wie die Anwohner – trotz überfüllter Buslinie 277 - zur Arbeit kommen sollen? Nicht jeder möchte/kann den Arbeitsweg - häufig mehr als 7 km - mit dem Fahrrad bestreiten.

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