Seekamp, Anderheitsallee und Fritz-Reuter-Straße – Ausweichstrecken für die Brami – Beschwerden der Anwohner steigen – Welche Lösungen wären möglich?

Immer wieder melden sich Anwohner bei mir mit der Bitte etwas dagegen zu tun, dass die Straßen Seekamp, Anderheitsallee und Fritz-Reuter-Straße als Ausweichstrecken für die Brami genutzt werden. Es handelt sich um Anwohnerstraßen, welche in der Rush-Hour so stark befahren sind, dass die Anwohner kaum noch das eigene Grundstück verlassen können. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Durchgangsverkehr vom Hamburger Norden oder aus Schleswig-Holstein – eher weniger um Bramfelder.

Durch den Bau des Bramfelder Dorfgrabens nutzen nunmehr auch viele Schulkinder den Seekamp, um zur Schule zu gelangen. Durch den Ausweichverkehr besteht hier eine erhöhte Gefahr für die Kinder. Daher habe ich mich auf Bitten von Anwohnern an die Polizei gewandt, die folgendes mitteilt:

 

Die Polizei erkennt an, dass die Schulkinder nun den Seekamp anstatt den Dorfgraben nutzen. Im Seekamp liegt keine Unfallhäufungsstelle vor. Dennoch möchte man nicht so lange warten bis etwas passiert. Daher wird man nunmehr unmittelbar den Schulweg betreuen. Nicht täglich, aber regelmäßig. Des Weiteren soll temporär ein sichtbares Tempomessgerät aufgestellt werden. Man hat bereits mit einem nicht sichtbaren gemessen und Geschwindigkeiten zwischen 30 bis 36 km/h festgestellt.

 

Auch habe ich mit der Polizei bereits mehrere Lösungsmöglichkeiten besprochen, um den Ausweichverkehr aus den genannten Straßen herauszubekommen. Leider sind alle aus der Sicht der Polizei nicht umsetzbar. Gerne möchte ich die diskutieren Lösungsansätze kurz darstellen. Sollten Ihnen weitere Lösungen einfallen, teilen Sie mir diese gerne mit.

 

1.)  Schaffung von Einbahnstraßen

Der Ansatz der Einbahnstraßen bringt nur etwas, wenn alle drei Straßen als Einbahnstraße ausgewiesen werden. Andernfalls würde sich der Ausweichverkehr auf eine Straße fixieren. Die Einbahnstraßen müssten auch von der Fabriciusstraße zur Brami führen, damit sie wirken.

Daraus würden sich folgende Nachteile ergeben:

-          die Brami wäre noch mehr verstopft

-          Rettungswagen könnten von der Brami nicht zeitnah zur Fabriciusstraße gelangen

-          in Einbahnstraßen wird schneller gefahren, da mit keinem Gegenverkehr zu rechnen ist

-          um von der Brami die Fabriciusstraße zu erreichen, wäre man gezwungen über die Steilshooper Allee zu fahren (weite Wege)

-          die Anwohner im Norden würden Sturm laufen

 

2.)  Schaffung von Anwohnerstraßen

Auch hier macht der Ansatz nur Sinn, wenn alle Straßen als Anwohnerstraßen ausgewiesen werden.

Daraus resultieren folgende Nachteile:

-          die Brami wäre noch mehr verstopft

-          um von der Brami die Fabriciusstraße zu erreichen, wären auswärtige gezwungen über die Steilshooper Allee zu fahren (weite Wege)

-          die Anwohner im Norden würden Sturm laufen

-          an dieses Schild würden sich die Fahrer nicht halten – das sieht man bereits in der Fritz-Reuter-Straße

 

3.)  Schaffung von Spielstraßen

 

Auch dieser Ansatz müsste in allen Straßen umgesetzt werden.

 

Vorteile:

- in den Straßen muss langsam gefahren werden

- keine Einbahnstraße, in denen schnell gefahren wird

- auch von der Brami können die Straßen befahren werden

- weniger Autofahrer nutzen die Straßen als Ausweichstrecke

 

Aus den folgenden, rechtlichen Gründen dürfen für die genannten Straßen keine verkehrsberuhigten Bereiche angeordnet werden:

 

Nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) kommt ein verkehrsberuhigter Bereich nur für einzelne Straßen oder für Bereiche mit überwiegender Aufenthaltsfunktion und sehr geringem Verkehr in Betracht. Solche Bereiche können auch in Tempo-30-Zonen integriert werden [VwV-StVO].  Beide Voraussetzungen liegen

nicht vor. Eine Aufenthaltsfunktion ist in den genannten Straßen nicht vorhanden.

Die mit Zeichen 325.1 gekennzeichneten Straßen müssen durch ihre besondere Gestaltung den Eindruck vermitteln, dass die Aufenthaltsfunktion überwiegt und der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Bedeutung hat, in der Regel durch niveaugleichen Ausbau der ganzen Straßenbreite.  Das würde den zwingenden Umbau von mind. drei Straßen bedeuten. Das ist mit dem unterfinanzierten und personell dünn ausgestatteten Bezirksamt so gut wie unmöglich.

 

Haben Sie noch Ideen, was man umsetzen könnte? Es wurden bereits „Geschwingkeitshemmer“ wie Kübel etc aufgestellt. Aber was könnte man noch machen?

 

 

In Anbetracht der Tatsache, dass die Sanierung der Steilshooper Allee ansteht, die U5 in Bramfeld gebaut wird und immer mehr Menschen nach Hamburger ziehen, wird der Verkehr in diesen Straßen eher zunehmen als abnehmen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Manfred Vogel (Mittwoch, 31 Oktober 2018 19:53)

    Zum Thema Verkehrsberuhigung

    Anscheinend will die Polizei ja keine Verkehrberuhte Zone,
    sonst würden die Verantwortlichen nicht immer etwas suchen,
    was nicht! umsetzbar ist.
    Wenn ein Wille da wäre, geht dieses auch anders herum!

    Beispiel bei Leuten mit Namen, Status ,Titel usw.,
    die dort wohnen würden, ist seltsamer Weise vieles Unmögliche möglich.

    Meine Vorschläge zur Verkehrsberuhigung wären:

    Die nervige Raserei in dieser 30igerZone durch zusätzliche Zwangsmaßnahmen eindämmen.
    Da die Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei ja ausbleiben.
    Als Fußgänger, Kinder, Radfahren usw. ist das Gehen auf diesem schon ohnehin
    schmalen Fußweg (Höhe Fritz-Reuter Str.42) unsicher und schon lebensgefährlich geworden.

    1. Einen zusätzlichen Betonring auf der Rechten Seite Fabriciusstr.(Stadteinwärts) auf Höhe Friedhofszaun setzen,
    Den aber gleich! und mit weiß- gestreifter Fahrbahnmarkierung (=Fahrbahnnasen) umrandet versehen.
    Diese weiße Streifenmarkierung fehlt auch bei dem vorhandenen Ring auf der anderen Seite.
    Auch dort gleich mit versehen, da ohne diese Markierung die Ringe schlecht zu erkennen sind.
    Woanders ist dieses doch überall Standard.

    2. Einen breiten Roten Fahrbahnstreifen als Verlängerung des Radweges zur Bramfeder Chaussee
    der beidseitig zu benutzen ist) auf die Fahrbahn der Fritz Reuter Str. (Kreuzung Fritz-R.Str. Fabriciusstr, aufbringen
    Wie diese ja teilweise schon sinnvoll gemacht wird. Beispiel =Seekamp Bramfelder Chaussee

    Es ist dort bei dieser Mini Kreuzung? ein überqueren als Fußgänger in den Hautverkehrszeiten
    Bei dem Massenverkehr fast unmöglich.
    Sinnvoll wäre sogar ein Zebrastreifen der viele Probleme auf einmal lösen würde.

    3. Ein Durchfahrts- Verbotsschild am Anfang und Ende der
    30-iger Zone für : Motorräder, Mopeds und Schwerlasttransporter


    Da ich selber dort schon sehr lange wohne, kann ich das alles sehr gut beurteilen