Bebauungsplan Bramfeld 70 an den Bestand anpassen - Zu wenig Parkplätze werden gebaut - Was haltet ihr von unserem Antrag?

 

Heute haben wir als CDU folgenden Antrag gestellt:

Der geplante Bebauungsplan Bramfeld 70 sieht eine viergeschossige Wohnbebauung als Blockinnenbebauung vor. So sollen auf dem ehemaligen Grabeland 67 sozial geförderte Wohnungen mit 44 Tiefgaragenstellplätzen sowie weiteren 14 öffentlichen Stellplätzen entstehen.

Die im Bebauungsplan vorgesehene Bebauung fügt sich aufgrund der Geschossigkeit nicht in die insgesamt zweigeschossige Bestandsbebauung ein. Darüber hinaus gab es seit Beginn der Planungen erhebliche Zweifel an der verkehrlichen Entwicklung des bereits heute schon völlig überlasteten Quartiers.

Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens Bramfeld 70 (Mützendorpsteed) wurde unter anderem ein Verkehrsgutachten erstellt. Dieses Verkehrsgutachten kommt zu dem Schluss, dass im Bereich des fließenden Verkehrs die Leistungsfähigkeit der Straßen und Knotenpunkte gegeben ist. Im Gegensatz dazu kommen die Gutachter zu dem Ergebnis, dass im Bereich des ruhenden Verkehrs sich die Situation vor allem dann verschärfen wird, wenn die zukünftigen Bewohner mehr als 44 Autos haben werden bzw. die angebotenen Tiefgaragenstellplätze aus Kostengründen durch die neuen Bewohner nicht genutzt werden.

Zusätzlich bleibt fraglich, ob sich die 14 öffentlichen Stellplätze überhaupt realisieren lassen, wenn wie in der vorliegenden Begründung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Bramfeld 70 neben der Erschließung der Wohnungsneubauten auch die Erschließung der rückwärtigen privaten Stellplätze und Garagen der Nachbarbebauung möglich sein soll.

Bisher wenig Beachtung wurde den möglichen zusätzlichen Parkverkehren durch den Neubau der U5 gewidmet. So gibt es bis heute keine Überlegungen wie und in welcher Form das Quartier durch die zukünftigen zu erwartenden Pendelverkehre zu entlasten ist. So wurde der Punkt 6a Drucksache 20-5438.1 bis heute nicht durch die Wandsbeker Verwaltung abgearbeitet.

Vor dem Hintergrund einer langfristigen und ganzheitlichen Betrachtungsweise des Bauvorhabens ist davon auszugehen, dass auch die Bewohner einer sozial geförderten Wohnung zukünftig Autos haben werden und spätestens nach Wegfall der Bindung der Sozialwohnungen sich das Problem deutlich verschärfen wird. In Verbindung mit der einstimmig beschlossenen Drucksache 20-5438.1 Punkt 9 muss die Planung an den Bestand angepasst werden.

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Petitum/Beschluss:

Art und Umfang der Bebauung an den Bestand anzupassen, so dass sich die neue Bebauung in das vorhandene Quartier einfügt.

Aufgrund der angespannten Parksituation eine Quote von einem Stellplatz pro Wohneinheit vorzusehen.

siehe https://www.hamburg.de/contentblob/8588746/8b4ac9ab4b9cb0177e0bc01dab08800c/data/download-flyer-bramfeld-70-oepd-2017-03-02.pdf

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Kommentare: 8
  • #1

    Hänel (Freitag, 16 November 2018 16:53)

    Sehr richtig,
    pro Wohneinheit mind. Ein Stellplatz, 1,5 -2 wäre sogar realistischer.
    Nicht auszudenken, wenn mit der neuen U-Bahn noch P+R hinzu kommt.

  • #2

    Claudia (Freitag, 16 November 2018 17:00)

    ich bin sehr dafür, dass zur Stellplatzschaffung verpflichtet wird. So geht es nicht!

  • #3

    Marco (Freitag, 16 November 2018 18:11)

    Warum darf zwischen bestehenden zweigeschossigen Häusern überhaupt etwas viergeschossiges entstehen? Wenn wir so weiter machen haben wir nur noch Wohnsilos! Ich sehe selbst eine Quote von einem Stellplatz nicht als realistisch an! In den anliegenden Straßen (Mützendorpstedt, Trittauer Amtsweg und Hildeboldweg ist jetzt schon alles zugeparkt. Für so eine Entscheidung braucht man kein Gutachten sondern Verstand und der scheint unseren Planern so langsam abhanden zu kommen...

  • #4

    Stine (Samstag, 17 November 2018 14:47)

    Das derzeitige Durchfahren der Straße Mützendorpsteed zwischen Berner Chausee und Trittauer Amtsweg ist wegen der sehr schmalen Fahrbahn (und der insgesamt engen Straße) und den dort ständig und lückenlos geparkten Autos schon jetzt äußerst schwierig.
    Wie stellen sich die Behörden (und der Bauherr) das Ein- und Ausfahren der 44 + 14 und mehr Pkw auf der engen Zuwegung, auf der 2 PKW nicht aneinander vorbeikommen können, vom und in den so schmalen Mützendorpsteed denn vor?
    Wo sollen die weiteren Pkw der Bewohner der neuen Wohnungen geparrkt werden?

    Zwischen Trittauer Amtsweg und Dorfplatz/Heukoppel ist das Durchfahren gleichfalls zunehmend schwieriger geworden und wird sich noch zusätzlich verschlimmern, wenn die Bauarbeiten für die U-5 beginnen.

    Eine solche Bebauung wie im Plan Bramfeld-70 dürfte seitens des Bezirksamtes Wandsbek nicht genehmigt werden, ohne dass ZUVOR die Verkehrsplanung und zugleich auch Durchführung genehmigt wird, die der realistisch zu erwartenden Verkehrssituation gerecht werden kann.
    Das derzeit Bekannte zum Plan 70 Bramfeld kommt einer Verdummung der heutigen Anwohner gleich, die mit den schon heutigen Problemen allein gelassen werden.
    Die Entscheidung der Stadt Hamburg, die Bauherren von Wohnungen von der Verpflichtung zur Schaffung der entsprechenden Parkmöglichkeiten zu entbinden, ist für diesen Teil Bramfelds sooo grün, dass dies nur als unreife und giftige Planung und damit als blind und unverantwortlich zu bezeichnen ist!

  • #5

    BI Bramfeld 70 (Sonntag, 18 November 2018 02:28)

    Lass uns doch baumhaeuser erstellen, vielleicht stoppen wir die Abholzung des waeldchens ueber das Frühjahr hinaus
    Einfach traurig,was hier im Stadtteil passiert. Bin seit 59 Jahren bramfelderin,
    will aber nach dieser unglaublichen Verar........g nur noch weg vom Hildeboldtweg

  • #6

    Harald (Sonntag, 18 November 2018 18:02)

    Ausschließlich Anwohner Parken zulassen

  • #7

    Herbert Siegert (Montag, 26 November 2018 22:05)

    Leider wurde der Antrag der CDU Fraktion von der rot-grünen Koaliton abgelehnt.
    Mehr als 20 Mitglieder unserer Bürgerinitiative Bramfeld 70 haben an der Bezirksversammlungssitzung als Besucher teilgenommen um ein Einlenken von SPD und Grünen zu erreichen damit endlich auch die Interessen von uns Anwohnern berücksichtigt werden. Aber wie nicht anders erwartet, wurde auf unsere Fragen von den wohnungsbaupolitischen Sprechern, Herrn Schünemann(SPD) und Herrn Schweim (B90-Die Grünen) nicht eingegangen. Im Gegenteil, wir hatten das Gefühl, das die Herrschaften sich über uns belustigt haben und uns weiterhin öffentlich Dinge unterstellen, die nie von der BI Bramfeld 70 gesagt worden sind (z.B. das die Bürgerinitiative gegen den Bau der U5 wäre). Herr Schweim hat sich sogar während der Antragsbegründung von Herrn Hentschel (CDU-Fraktion) lauthals und bester Laune mit seinen Parteikollegen unterhalten. - Äußerst respektlos! Das hat mit gelebter Demokratie leider nichts mehr zu tun. Die Bürgerinitiative wird ihre Arbeit dennoch fortsetzen. Nächster Treffpunkt ist der 29.November, 19°° im Brakula, Südraum. Alle die dies lesen, sind herzlich eingeladen!

  • #8

    Marion (Montag, 26 November 2018 22:20)

    Unmöglich, das keine vernünftige Bauweise von max. 2 geschossig erfolgen soll und die Verkehrssituation dramatisch verschlimmert wird ! Es sollte kein Bau ohne die Errichtung von 2 Parkplätzen je Wohnung errichtet werden dürfen !
    Anwohner sollten gehört UND berücksichtigt werden !