EKZ Steilshoop: Bezirksamt muss auf Anfrage zugeben, dass bei der Besichtigung geschlammt worden ist! Großspurige Ansage von Dressel versandet, wenn die Behörde

Der aus Politik, Bürgern und Einrichtungen bestehende Arbeitskreis "EKZ Steilshoop" hat zusammen mit dem Mieterverein eine Begehung im EKZ Steilshoop durchgeführt. Dabei wurden eklatante Mängel u.a. beim Brandschutz festgestellt. Eine Auflistung dieser Mängel wurde dem Bezirksamt am 03.12.2018 übergeben.

Am 08.03.2018 hat das Bezirksamt Wandsbek umfangreich geprüft und keine Mängel feststellen können. Den Abgeordneten wurde folgendes mitgeteilt:

"Am 08.03.2018 fand eine Ortsbesichtigung von Mitarbeitern des Bezirksamtes (Vertreter des Wohnraumschutzes und der Bauprüfabteilung) sowohl des CCS Steilshoop als auch der Wohngebäude statt. Die Wohnhäuser machen in den Treppenhäusern einen ordentlichen und relativ sauberen Eindruck, aus Sicht des Wohnraumschutzes ist nichts zu veranlassen, zumal auch keine Beschwerden vorliegen."

Nun teilt das Bezirksamt Wandsbek auf meine Anfrage mit (20-6833):

„Die vom Mieterverein aufgeführten Mängel wurden am 08. und 09.03.2018 nicht festgestellt. Eingeschlagene Scheiben und defekte Brandschutztüren wurden am 09.03.2018 bei der Ortsbegehung nicht festgestellt.“

Hier bleibt die Frage, wieso diese Mängel nicht festgestellt worden sind. Auch ich habe den Behörden vorab eindeutige Bilder zukommen lassen. (siehe https://www.sandrokappe.de/ekzsteilshoop/)

Auch sollten die mangelnden Brandvorschriften vom EKZ abgestellt worden sein:

„Die technischen Anlagen wurden bereits im Rahmen der Brandverhütungsschau geprüft. Bezüglich der gravierenden brandschutztechnischen Mängel lag bereits ein Protokoll der randverhütungsschau vor, das durch den Bauprüfer umgehend bearbeitet wurde (in Form einer Anhörung). Die Mängel wurden abgestellt und durch einen Prüfsachverständigen geprüft.

Es stellt sich hier die Frage, warum die Mängel beim Brandschutz wieder vorliegen, wenn diese doch erst Anfang des Jahres hergestellt worden sind?

Es scheint, dass das Bezirksamt hier nicht richtig prüft. Im August hat der Finanzsenator Dressel noch dem EKZ Eigentümer gedroht, dass die Behörden weiterhin alle rechtlichen Mittel ausschöpfen werden. Jetzt stellt sich heraus, dass die Behörden die Augen zu machen. Wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagen. Hier haben Bezirksamtsleitung und das Bezirksamt versagt. Ein Trauerspiel.

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Kommentare: 2
  • #1

    Kaisen (Freitag, 21 Dezember 2018 17:34)

    in Deutschland gibt es scheinbar juristische Narrenfreiheit für Immobilien-Investoren, die sich hier gerne aus aller Herren Länder bedienen. Jeder darf hier auf Gesetzeslücken und den Zeitfaktor bauen. Im Falle Steilshooper EKZ wurde bereits vor Jahren (!!) auf div. Mängel hingewiesen. Dieser Stadtteil gehört aber nicht in die Kategorie "repräsentative Flaniermeile" (ebenso wie Bramfeld!!), so das Alles weiter verkommen mußte. Herr Kappe, hier sind Sie und ihre Mitstreiter gefordert.

  • #2

    Sandro Kappe (Samstag, 22 Dezember 2018 10:06)

    Ich bleibe natürlich dran. Das Bezirksamt hat jetzt einen Schuss gegen den Bug bekommen. Ich hoffe, dass die Mitarbeiter verstanden haben, worum es geht.