Bramfelder Dorfgraben - Wie finden Sie den Neubau?

Wie den Medien zu entnehmen ist, soll am Bramfelder Dorfgraben Sozialbau für 8 Euro pro qm entstehen. Den südlichen Teil hat die Stadt an den Wohnungsverein von 1902 verkauft, den nördlichen Teil an die Familie Danger, die hier vier Häuser baut.

Beim Wohnungsverein von 1902 handelt es sich um eine Genossenschaft mit ca. 2.800 Wohnungen - beispielsweise in der Bramfelder Chaussee 15.

Die fünf Häuser vom Wohnungsverein sollen für 8 Euro pro qm vermietet werden. Der Preis ist für fünf Jahre festgeschrieben. Es entstehen 154 Wohneinheiten mit zwei bis vier Zimmern und einer Wohnfläche von 53 bis 105 qm. Die Wohnungen sollen im Dezember 2019 mit 60 Stellplätzen fertiggestellt sein. Alle Wohnblocks weisen keine Fahrstühle und keinen Keller auf, die Fußbodenbeläge sind von den Mietern selber zu tragen (lediglich Estrich vorhanden) und alle Häuser wurden gleich geplant und gebaut. Dadurch konnten die Preise maximal minimiert werden.

Die Wohnungen sind grundsätzlich für Genossenschaftsmitglieder vorgesehen. Die Genossenschaft will einige Wohneinheiten in Altbestand (beispielsweise auch nach meinen Erkenntnissen in der Bramfelder Chaussee 15) abreißen. Diese Mieter haben Vorzugsrecht. Es ist nicht davon auszugehen, dass Wohnungen auf dem freien Markt erhältlich sein werden.

 

Wie finden Sie das Vorhaben? Ich finde es gut, dass günstige Wohnungen gebaut werden, aber die Vernichtung der Grünfläche macht mich nachdenklich. Wir können nicht alle Grünflächen in Bramfeld und Steilshoop vernichten. Dann verlieren wir unsere grüne Lunge.

 

 

 

https://www.wv1902.de/Neuigkeiten/Neubau_Bramfelder_Dorfgraben/29

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Kommentare: 7
  • #1

    Gaby Weber (Sonntag, 23 Juni 2019 22:14)

    Alle reden von Klimaschutz, ich habe auch große Bedenken wenn immer mehr nach verdichtet wird wie ist es bei den heißen Sommer Temperaturen mit dem Luftaustausch, haben wir noch genügend Sickerflächen bei Starkregen? Ich würde mir wünschen, dass unsere Grünflächen besser geschützt werden.

  • #2

    Stephan Hanke (Montag, 24 Juni 2019 05:46)

    Die Vernichtung von immer mehr Grünflächen ist in Bramfeld ein großes Thema. Dieser Stadtteil büßt gerade erheblich an Lebensqualität ein. Aber auch die verlogene Haltung der Politik kommt hier zum Vorschein. Insektenschutz? Bienenschutz? Klimaschutz? Das sollen doch bitte die anderen erledigen. Die bösen Chinesen, Amerikaner und Brasilianer.

  • #3

    Klaus B (Montag, 24 Juni 2019 12:29)

    Bitte keine weitere Verdichtung in unserem Bezirk. Wenn wir die Grünflächen vernichten, dann wird unser Bramfeld nicht mehr lebenswert sein. Ich wohne hier seit 1960 und habe schon sehr viel Verdichtung erleben müssen. Es ist genug!
    Eine Stadt muss auch atmen können oder wir machen aus der Hansestadt Hamburg ein Manhatten o.ä., ich möchte das nicht. Dann ziehe ich weg. Hamburg ist eine Perle, aber wir sollten uns bewusst sein, warum das so ist und warum wir uns hier so wohl fühlen.

  • #4

    Sven Forbes (Montag, 24 Juni 2019 16:33)

    Das kann nicht die Lösung sein. Bramfeld gehörte schon von Anbeginn zu den dicht besiedelsten Stadtteilen Hamburgs. Wir können nicht noch mehr Grünanlagen in Beton und Asphalt umwandeln. Die Rot-Grüne Regierung in Hamburg sollte mal begreifen, dass Hamburg nicht noch auf 2.000.000 Einwohner anwachsen muß. Ich möchte das in Hamburg die Lebensqualität erhalten bleibt und wenn man wegen der Flüchtlinge keinen Wohnraum mehr hat, müssen Flüchtlinge anders verteilt werden, oder in Ihre Heimatländer zurück geführt werden. Das gehört auch zur Verantwortung eines Politikers, ganz gleich von welcher Partei. Deutschland, Hamburg und Bramfeld können nicht durch unbegrenzten Zuzug wachsen, bis sich hier jemand, auch die Einheimischen nicht mehr wohlfühlen.

  • #5

    Heidi L. (Dienstag, 25 Juni 2019 11:48)

    Kleine Geschäfte in Barmbek wurden abgerissen, hier entsteht ein Hotel. Einige Häuser in Fabrisiusstr. wurden abgerissen, hier entstanden Eigentums-oder Luxuswohnungen für 13 € qmtr. Wo bleibt bezahlter Wohnraum für Sozialschwache oder junge Familien mit Kindern? Würde man die Luxuswohnbauten, Eigentums Wohnungen, Hotels usw nehmen würden auch weniger Grünflächen vernichtet werden.

  • #6

    Jürgen Behrens (Montag, 08 Juli 2019 21:59)

    Es ist sicher ehrenwert, bezahlbaren Wohnraum in unserer Stadt zu schaffen. Aber wenn ich mir die Umstände ansehe, die mit diesen Wohnraum am Bramfelder Dorfgraben einhergehen, bekomme ich so meine Zweifel. Hier wurde in einer "Nacht und Nebel Aktion" ein ganzer Wald abgeholzt, der eine kleine Oase in Bramfeld darstellte. Dann wurde diese Fläche so verdichtet, das nur noch 60 (!) Stellplätze für 154 WE`s eingerichtet werden. Und das Ganze wird auch noch so verkauft, dass sich die Mobilitätswünsche verändert haben und ja auch eine U-Bahn gebaut wird. Aber so bekommt man natürlich einen oder mehr Blocks auf die Fläche. Wenn das nicht auch den Investoren geschuldet ist!? Davon abgesehen, stellen diese Blocks auch nicht unbedingt ein architektonisches Highlight dar, wie man jetzt immer mehr erkennen kann.

  • #7

    sara (Donnerstag, 11 Juli 2019 10:50)

    Es war mal eine schöne Wiese. Ich habe die Wohnung gesehen. Die Genossenschaft stellt kein Wohnraum, es ziehen nur Mitglieder ein . Also jemand von draußen bekommt schonmal keine. Die Wohnungen selber sind sehr schlecht. Grundriss für Familien nicht geeigent, da alles offen ist mit Durchgangszimmer. Stellplätze Mangelware. Erwähnt man bei der 1902 eg das man ein Haustier hat, ist man gleich abgestempelt. Haustiere unerwünscht.
    Auf der anderen Seite will die SAGA jetzt 450 Wohnungen am Bramfelder See bauen.
    Bramfeld wird langsam ein Beton stadtteil.