Blühwiesen!? Warum sind sie so wichtig? - Was meinen Sie?

Das Bezirksamt informiert:

Ein dramatischer Rückgang der Fluginsekten ist längst nachgewiesen. Für die biologische Vielfalt ist dies eine ernst zu nehmende Bedrohung. Einer der Hauptgründe - neben dem Einsatz von hochwirksamen Insektiziden - ist der Verlust geeigneter Lebensräume und Futterquellen.

Durch das Insektensterben kommt zu einer „Bestäubungskrise“, die das Nahrungsangebot für Tiere und Menschen dramatisch reduziert.  Auch für viele Vogelarten schwindet mit dem Insektensterben eine Hauptfutterquelle, die Nahrungskette wird unterbrochen.

Eine Blühwiese bietet Lebensraum und Futter für viele Tier- und Pflanzenarten und fördert somit die Artenvielfalt. Durch seltenes Mähen kommen die Pflanzen zur Blüte und Samenreife. Die Insekten zehren von Nektar und Pollen, sie kommen zur Eiablage auf den nicht gemähten Stängeln und Blättern. Der Nachwuchs kann sich dort entwickeln.

Wir alle profitieren also von den Wiesen. Sie tragen nachhaltig zum Erhalt der Nahrungskette - an deren Ende wir stehen - bei.

Der Bezirk Wandsbek hat bereits an 14 Standorten Blühwiesen in unterschiedlicher Größe angelegt.

2018 waren es 10 Standorte mit insgesamt rund 8000 Quadratmetern.

2019 wurden weitere 4 Wiesen mit einer Fläche von etwa 5.250 Quadratmetern realisiert.

Die Standorte sind der Karte auf folgendem Link zu entnehmen:

https://www.hamburg.de/wandsbek/bluehwiesen/

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Kommentare: 5
  • #1

    Sabine (Samstag, 28 September 2019 09:26)

    Eine tolle Idee, es würde manche Ecke in Bramfeld noch schöner machen sowie die Bienen � mehr unterstützen.

  • #2

    Thomas Seip (Samstag, 28 September 2019 13:01)

    2 Anregungen:
    1) Auf dem Dach des AEZ (Alster-Einkaufs-Zentrum) hat ein HobbyImker einige Bienenstöcke stehen; ebenso auf den Millerntorstadion. Wären da die Eigentümer der Galeria Bramfeld oder Kaufland für zu erwärmen?
    2) Schon häufiger von mir angeregt und leider immer noch in Hamburg verboten: Urban Gardening. Engagierte Bürger (und gerade in Bramfeld / Steilshoop gibt es viele Kleingärten) die noch Saatgut / Blumenzwiebeln oder Abstiche von Blühstauden übrig oder zu viel haben setzen die an die Ränder öffentlicher Rasenflächen. Man sollte mal 2 Augen zudrücken und diese einfach bei der "Rasenpflege" stehen lassen; vor allem auch diese Menschen die es gut meinen nicht gleich bedrohen.

  • #3

    Steinborn (Samstag, 28 September 2019 14:50)

    Nicht nur um große Flächen, auch um die kleineren "Inseln" rund um unsere noch vorhandenen und hoffentlich bald nachgepflanzten Straßenbäume herum sollte man sich kümmern. Statt hier den pollenlosen Wildwuchs weiter zuzulassen, würde schon eine Handvoll Blumensamen reichen, um unser Straßenbild nachhaltig zu ändern. Die so wichtigen Hummeln und Wildbienen und v.a.m., die von Blüte zu Blüte der verschiedensten Art fliegen, - sie alle würden es uns danken.

  • #4

    Sandro (Samstag, 28 September 2019 18:43)

    @Thomas: Habe deine Anregung mal weitergeleitet.

  • #5

    Helmut Kecskes (Donnerstag, 17 Oktober 2019 08:34)

    Die Flächen zwischen Fabriciusstr. und Gründgenstr. als Blühwiesen sind gut. Sie waren aber auch Begegnungsort für Menschen. Dort waren im Sommer Elter mit spielenden Kindern zu sehen. Jetzt ist das Betreten verboten. Nicht einmal ein Hund darf über die Wiesen laufen. In vielen Kleingärten gibt es Imker und Artenvielfalt! Diese Flächen werden scheibchenweise an Investoren vergeben, bebaut und der Natur geraubt. Sind Blühwiesen, die für Mensch und Tier gesperrt sind, die Gegenmaßnahme zum Betonwahnsinn? Dieses Handeln ist so lächerlich, wie die E-Spaßroller, mit denen gesunde Menschen jetzt durch die Gegend rasen ....