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Pulverhofsweg: Rückbau am ehemaligen Klärwerk Farmsen sorgt für Fragen bei Anwohnern

Der Rückbau des ehemaligen Klärwerks Farmsen am Pulverhofsweg 17 sorgt derzeit für zahlreiche Nachfragen aus dem Quartier. Viele Anwohnerinnen und Anwohner berichten von erheblichen Irritationen aufgrund der sichtbaren Bauarbeiten, Eingriffe in den Baumbestand und der zunächst nur eingeschränkt verfügbaren Informationen zur zukünftigen Nutzung des rund 16.863 Quadratmeter großen Geländes.

Besonders kritisch wurde gesehen, dass lange unklar blieb, welche Planungen für die Fläche bestehen und welche Auswirkungen dies künftig auf die angrenzende Wohnbebauung haben könnte. Themen wie zusätzlicher Verkehr, Geruchsbelästigungen, Lärm oder weitere Belastungen für die ohnehin vielfach als angespannt wahrgenommene Entwässerungsinfrastruktur beschäftigen viele Menschen vor Ort.

Auf Nachfrage hat HAMBURG WASSER nun Stellung genommen. Demnach finden auf dem Gelände derzeit Rückbaumaßnahmen an Altanlagen des früheren Klärwerks statt. Zusätzlich würden Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt, die im Zusammenhang mit dem Bau des Netzbetriebsstandorts Nord am Streekweg stehen.

Weiterhin befinden sich auf dem Gelände Werkswohnungen sowie wichtige Anlagen der Abwasserinfrastruktur. Insbesondere verlaufe dort weiterhin der sogenannte „Sammler Ost“, der dauerhaft in Betrieb bleiben werde.

Wichtig für viele Anwohner: Die frühere Kippstelle für Siel- und Trummengut am Pulverhofsweg wird laut HAMBURG WASSER nicht mehr genutzt. Diese Funktion sei inzwischen auf die neue Kippstelle am Waldweg verlagert worden.

Dennoch bleibt das Gelände langfristig für betriebliche Zwecke der Abwassersammlung und -entsorgung vorgesehen. Nach Angaben von HAMBURG WASSER dient die Fläche künftig als sogenannte Vorhaltefläche für mögliche spätere betriebliche Nutzungen. Konkrete Entscheidungen oder Planungen hierzu gebe es derzeit allerdings noch nicht.

Zugleich versichert HAMBURG WASSER, dass bei möglichen zukünftigen Nutzungen Anforderungen an Immissionsschutz und Nachbarschaftsverträglichkeit berücksichtigt würden. Sobald konkrete Planungen vorliegen, wolle man die Öffentlichkeit informieren und Gespräche anbieten.

Kurzfristig soll das Gelände zudem vorübergehend als Ausweichparkraum für Anwohner dienen. Hintergrund sind die anstehenden Straßenbaumaßnahmen am Kupferdamm.

Klärwerksgelände am Pulverhofweg: Fragen der Anwohner zum Abriss und zur weiteren Nutzung