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Altglascontainer verschwinden regelmäßig vor Bramfelder Jahrmarkt – Anwohner verärgert über lange Entsorgungspausen

Die Stadtreinigung Hamburg wirbt seit Jahren intensiv für Mülltrennung und Recycling. Doch ausgerechnet am Bramfelder Markt kommt es immer wieder zu Problemen: Regelmäßig werden die Depotcontainer für Glas und Papier – insbesondere im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie dem Bramfelder Jahrmarkt – über längere Zeit entfernt.

Die Standplätze bleiben dabei nicht nur während des Auf- und Abbaus ungenutzt, sondern häufig bereits mehrere Tage vor und nach dem eigentlichen Event leer. Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner beschweren sich darüber, dass sie in dieser Zeit keine Möglichkeit haben, ihr Altglas ordnungsgemäß zu entsorgen. Das Vorgehen steht im deutlichen Widerspruch zu den städtischen Bemühungen, die Recyclingquote zu erhöhen und illegale Ablagerungen zu vermeiden.

Auf Anfrage teilte der Senat mit, dass die Depotcontainer den beiden Volksfesten in Bramfeld weichen müssen, da an ihrem Standort eine Müllmulde und ein Toilettenwagen aufgestellt werden. Die Container würden spätestens am Dienstag vor der Veranstaltung abgezogen, um den Aufbau ab Mittwoch zu ermöglichen, und könnten erst am darauffolgenden Dienstag wieder aufgestellt werden. Der Montag nach dem Fest sei für Abbau und Reinigung eingeplant.

Als Grund für die verlängerten Vor- und Nachlaufzeiten nennt die Stadt die Notwendigkeit von „Pufferzeiten zur Abfederung betrieblicher Störungen der Veranstaltung“.

Ein alternativer Standort in unmittelbarer Nähe des Bramfelder Marktes steht laut Senat nicht zur Verfügung. Durch den Bau der U5 seien in dem Bereich bereits mehrere bisherige Standplätze weggefallen. Die Stadtreinigung bemühe sich zwar, Ersatzflächen zu schaffen, verfügbare Optionen seien jedoch begrenzt.

Für die Dauer der Veranstaltungen verweist die Stadt auf den Standort Steilshooper Allee 446 – etwa 350 Meter entfernt – sowie auf die Blauen Tonnen, die eine haushaltsnahe Papiersammlung ermöglichen sollen.

Viele Anwohner empfinden diese Lösung jedoch als unzureichend. Sie wünschen sich, dass die Container künftig schneller zurückkehren oder vorübergehend an einem anderen, besser erreichbaren Ort aufgestellt werden.