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Bäderland plant mehr Besucher – trotzdem steigt der Verlust um 39 Prozent auf 32,2 Millionen Euro

Viele Hamburger ärgern sich über die inzwischen hohen Eintrittspreise bei Bäderland. Gleichzeitig plant das städtische Unternehmen in den kommenden Jahren mit steigenden Besucherzahlen. Umso bemerkenswerter sind die Zahlen, die jetzt im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2027 und 2028 auf dem Tisch liegen.

Denn trotz hoher Eintrittspreise und der erwarteten zusätzlichen Besucher soll der Verlust deutlich steigen.

Nach dem Wirtschaftsplan der Bäderland Hamburg GmbH steigt der von der städtischen HGV zu übernehmende Verlust von 23,199 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 29,070 Millionen Euro 2027 und schließlich 32,170 Millionen Euro 2028.

Das sind innerhalb von nur drei Jahren knapp 9 Millionen Euro mehr – ein Anstieg um rund 39 Prozent.

Gleichzeitig verschlechtert sich das Finanzergebnis von +104.000 Euro auf -2,35 Millionen Euro. Die Verluste werden vollständig von der HGV übernommen.

Mehr Besucher – aber auch deutlich höhere Kosten

Dafür wurden insbesondere drei Entwicklungen genannt:

Erstens: Perspektivisch sollen die letzten Ruhetage reduziert werden. Die Bäder öffnen damit häufiger. Das schafft zusätzliche Besuchsmöglichkeiten, verursacht aber gleichzeitig höhere Personal- und Betriebskosten.

Zweitens: Standorte, die derzeit wegen Modernisierungen geschlossen sind, werden wieder in Betrieb genommen. Damit sollen zusätzliche Besucher zurückkommen. Gleichzeitig fallen für diese Standorte wieder die vollständigen Betriebskosten an.

Drittens: Einige Bäder werden während der Modernisierung sogar erweitert. Das betrifft unter anderem das Midsommerland und St. Pauli. Größere Anlagen schaffen Platz für mehr Besucher und Angebote, führen aber auch dauerhaft zu höheren Personal-, Energie- und Betriebskosten.

Damit kommen in den nächsten Jahren drei starke Effekte zusammen: weniger Ruhetage, wiedereröffnete Standorte und größere Bäder. Die Besucherzahlen sollen dadurch steigen – gleichzeitig steigen aber offenbar die Kosten noch stärker.

Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung. Trotz hoher Eintrittspreise, mehr Öffnungstagen und erwarteten zusätzlichen Besuchern steigt der von der HGV zu übernehmende Verlust von 23,2 Millionen Euro 2025 auf 32,2 Millionen Euro 2028.