Senat lässt Bäume im Sommer vertrocknen – zu wenig Geld und zu lange kein Konzept – Berlin und Bremen machen es besser

Immer wieder können wir im Sommer vertrocknete Bäume in Hamburg sehen. Die Bezirksversammlungen Altona und Eimsbüttel haben die jeweiligen Bezirksämter sowie die Umweltbehörde (BUKEA) aufgefordert, ein Bewässerungskonzept zu erstellen.

 

Die BUKEA hatte es mit der Begründung abgelehnt, dass dies nicht erforderlich sei.

Nach Druck der CDU hat Rot-Grün erstmals 700.000 Euro für das Jahr 2021 zur Verfügung gestellt.

 

Auf meine Anfrage teilt der Senat mit (22-3741), dass keine weiteren Mittel und kein Bewässerungskonzept geplant sind. So werden wieder vermehrt Bäume vertrocknen. Die Stadtstaaten Bremen und Berlin gehen andere Wege und weiten die Bewässerung sogar noch aus.

 

In Grün- und Erholungsanlagen beschränkt sich die Wässerung in Hamburg i. d. R. auf Neupflanzungen während der Anwachsphase (22/2406). Hingegen hält die Stadt Bremen für die Baumbewässerung seit Jahren spezielle Wasserfässer bereit, welche von Schleppern gezogen werden.

 

Dem Berliner Senat ist es mit dem Doppelhaushalt 2020/2021 gelungen, den Bezirken für die regelmäßige Pflege der öffentlichen Straßenbäume, die die Bewässerung einschließt, zusätzliche Finanzmittel in Höhe von rd. 15 Mio. Euro je Jahr zur Verfügung zu stellen.

 

Nach massivem Druck der CDU hat die rot-grüne Koalition erstmals 700.000 Euro für die Bewässerung von Bäumen eingestellt, zumindest für Bäume in Grün-und Erholungsanlagen.

 

Ein Anfang, der aber im Vergleich zu Bremen und Berlin ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

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