Stromnetz Hamburg: Schnelle Bearbeitung bei neuen Solaranlagen

Innerhalb einer Woche tauscht das städtische Unternehmen Stromnetz Hamburg den alten Stromzähler gegen einen neuen Zweirichtungszähler aus, wenn dies für eine PV-Anlage erforderlich ist.

 

Mit dieser kurzen Bearbeitungszeit stehen wir in der Hansestadt gut da.

 

In anderen Bundesländern können es auch schon mal drei Monate werden, bis eine neu errichtete Photovoltaikanlage dann auch in Betrieb genommen werden kann.

 

Falls die Frist von einer Woche nach Zugang der Unterlagen nicht eingehalten werden kann, so zahlt Stromnetz Hamburg 100 € Kompensation an den Anlagenbetreiber. Das sei laut meiner Anfrage 22/5591 jedoch nur einmal jährlich seit 2019 vorgekommen.

 

Meine Frage nach in Betrieb genommenen privaten Solaranlagen seit 2019 fällt in der Antwort leider weniger positiv aus: 2019 waren es in Hamburg 305 Anlagen, 2020 398 Anlagen und bis 03.09.21 383 Anlagen. Der dringend benötigte Boom privater Photovoltaikanlagen lässt noch auf sich warten.

 

Da der Senat jedoch eine Solardach-Pflicht ab 2023 erlassen hat (entgegen den Vorstellungen der CDU), werden künftig deutlich höhere Zubauzahlen erwartet und mehr Personal eingeplant. Derzeit sind 3,75 Vollzeitstellen im Innendienst vorhanden und 30 Mitarbeiter/innen im Außendienst angestellt. Letztere sind auch für die Montage von Stromzählern zuständig.

 

Neben mehr Personal ist eine stärkere Digitalisierung von diversen Prozessen geplant. So sollen bspw. Installateure von Solaranlagen ab Ende September dieses Jahres Inbetriebsetzungsanträge über das Internet stellen können.

 

Falls bei Ihnen Probleme mit Ihrem Vorhaben, eine Solaranlage zu errichten, auftreten, melden Sie sich bitte bei mir.

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