Der Planungsausschuss des Bezirks Wandsbek hat das Arbeitsprogramm für die Bebauungsplanung 2026 beschlossen. Darin wird festgelegt, welche Bebauungsplanverfahren derzeit laufen, welche neu gestartet werden sollen und welche Projekte noch auf einer Warteliste stehen. Das Programm zeigt zugleich, dass die Kapazitäten im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung stark gebunden sind, da viele Verfahren mehrere Jahre dauern und auch nach Beschluss noch Personal für Verträge und Umsetzung benötigt wird.
Besonders für die Stadtteile Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne enthält das Programm mehrere relevante Verfahren – teilweise bereits im laufenden Planungsverfahren, teilweise in Vorbereitung.
Bramfeld: Mehrere laufende Verfahren – weiteres Projekt nur Nachrücker
In Bramfeld laufen bereits mehrere Bebauungsplanverfahren oder sind vor kurzem abgeschlossen worden.
Aktuell im Verfahren sind insbesondere:
- Bramfeld 74 – Haidlandsring
Geplant ist ein sektoraler Bebauungsplan mit Schwerpunkt Wohnungsbau. Die Veröffentlichung der Planung wird derzeit für 2026 erwartet. - Bramfeld 75 – Bramfelder Dorfplatz
Hier soll Wohnungsbau mit ergänzenden Nutzungen entstehen. Die Auslegung wird derzeit für 2027 erwartet.
Parallel binden auch bereits beschlossene Bebauungspläne weiterhin Verwaltungskapazitäten, weil deren Umsetzung begleitet werden muss. Dazu gehören unter anderem:
- Bramfeld 70 – Mützendorpsteed (Wohnungsbau)
- Bramfeld 71 – Moosrosenweg Süd (Wohnungsbau und Gewerbe)
- Bramfeld 72 – Moosrosenweg Nord (Wohnungsbau und Gewerbe)
- Bramfeld 73 – Bramfelder Chaussee / Fabriciusstraße (Nachverdichtung und Neubau an der Magistrale)
Ein weiteres mögliches Projekt befindet sich derzeit nur in der Nachrückerliste:
- Bramfelder Drift
Hier könnte künftig ein Bebauungsplan für Wohnungsbau entlang der Magistrale aufgestellt werden. Allerdings sind mehrere Eigentümer beteiligt, weshalb ein Start des Verfahrens noch ungewiss ist.
Steilshoop: Drei Planverfahren in Vorbereitung oder im Verfahren
Auch Steilshoop ist mit mehreren Bebauungsplanverfahren im Arbeitsprogramm vertreten:
- Steilshoop 11 – Borchertring
Hier ist Wohnungsbau geplant. Die Veröffentlichung der Planung wird derzeit für 2026 erwartet. - Steilshoop 12 – Fritz-Flinte-Ring
Vorgesehen sind Wohnungsbau sowie Sport- und Gemeinbedarfsflächen. Auch dieses Verfahren soll voraussichtlich 2026 veröffentlicht werden. - Steilshoop 13 – Nahversorgungszentrum
Ziel ist die Entwicklung eines Nahversorgungszentrums mit zusätzlichem Wohnungsbau.
Ein weiteres Verfahren (Steilshoop 3 – Schwarzer Weg) ruht derzeit und betrifft Gewerbeflächen.
Farmsen-Berne: Neues Wohnungsbauprojekt geplant
Für Farmsen-Berne ist im Arbeitsprogramm ein neues Bebauungsplanverfahren vorgesehen:
- Meiendorfer Stieg / Berner Heerweg
Hier soll Wohnungsbau entstehen, voraussichtlich mit Beteiligung einer Genossenschaft. Das Verfahren gehört zu den Planungen, die künftig eingeleitet werden sollen, sofern die vorhandenen Kapazitäten dies zulassen.
Darüber hinaus befindet sich bereits das Verfahren Farmsen-Berne 40 – Berufsförderungswerk im laufenden Planungsprozess mit Ziel Wohnungsbau.
Viele Verfahren – begrenzte Kapazitäten
Das Arbeitsprogramm macht deutlich, dass zahlreiche Bebauungsplanverfahren parallel laufen. Dadurch sind die Kapazitäten der Verwaltung derzeit stark gebunden. Zudem können neue Verfahren oft erst gestartet werden, wenn andere Planungen abgeschlossen sind oder Investoren ihre Projekte weiter konkretisieren.
Für die Stadtteile Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne bedeutet das: Mehrere Projekte befinden sich zwar bereits in Planung – wann einzelne Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden, hängt jedoch stark vom Fortschritt der jeweiligen Verfahren und den verfügbaren Ressourcen ab.
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