Am Berner Heerweg zeigt sich, wie Politik Vertrauen verspielt: 2019 wurden neun gesunde Straßenbäume gefällt und 1,6 Mio Euro verbrannt– für eine Sanierung, die bis heute nicht umgesetzt wurde. Das Bezirksamt Wandsbek rechnet damit, dass ein Baufenster erst nach dem Ausbau der August-Krogmann-Straße (ab 2037) zur Verfügung gestellt werden kann. Statt Fortschritt gibt es Stillstand. Statt Umwelt schützen, wurde sie zerstört. Wie kann so etwas passieren?
Der Ablauf – ein politisches Desaster
- 2017–2019: Aufwendige Planungen für eine vierspurige Sanierung
- November 2019: Neun Bäume werden gefällt
- 2020: Neue politische Vorgaben – Planungen werden verworfen
- Danach: Umplanung auf eine andere Variante
- Heute: Maßnahme um mindestens fünf Jahre verschoben
Das bedeutet: Über Jahre keine Sanierung – aber die Bäume sind weg.
Fakten, die sprachlos machen
Der Senat bestätigt selbst:
Die neun Bäume mussten der geplanten Sanierung weichen – obwohl diese noch nicht einmal beschlossen war (Drs. 22/17483, Antwort 8).
Gleichzeitig wurden rund 1,6 Millionen Euro für Planungen ausgegeben – ohne Ergebnis.
Im Klartext:
👉 9 Bäume verloren
👉 1,6 Millionen Euro Steuergeld verbrannt
👉 0 Meter Straße saniert
Rot-Grün bekommt es nicht hin – die Umwelt zahlt
Der Grund ist offensichtlich: Politisches Chaos bei Rot-Grün in Wandsbek.
Erst wird eine vierspurige Lösung geplant, dann wieder verworfen. Danach folgt die nächste Variante – und am Ende wird alles verschoben.
Währenddessen passiert eines ganz sicher: Die Umwelt wird geschädigt.
Überall wird Klimaschutz gepredigt – aber hier werden gesunde Bäume gefällt, ohne dass am Ende überhaupt gebaut wird. Genau solche Entscheidungen sorgen dafür, dass Menschen den Glauben an Politik verlieren.
Völlig unnötiger Schaden
Besonders bitter:
Hätte man die Planung sauber abgeschlossen, wären die Bäume heute vermutlich noch da. Stattdessen wurden Fakten geschaffen – ohne Not.
Die Folge:
- Jahrzehnte gewachsene Bäume sind unwiederbringlich verloren
- Steuergeld wurde ohne Nutzen ausgegeben
- Die Straße ist immer noch unsaniert
Und wie immer: Niemand verantwortlich
Und die entscheidende Frage: Wer übernimmt die Verantwortung?
Bis heute gibt es keine klare Antwort.
Keine Konsequenzen. Keine Aufarbeitung.
Stattdessen bleibt der Eindruck:
Erst wird entschieden – und wenn es schiefgeht, war es am Ende niemand.
Der Berner Heerweg ist ein Paradebeispiel für schlechte Politik:
- Bäume gefällt ohne gesicherte Grundlage
- Millionen ausgegeben ohne Ergebnis
- Jahre verloren ohne Sanierung
So zerstört man Umwelt – und Vertrauen gleich mit.
– Drucksache 23/3807 –

