Anwohner haben mich auf ein mögliches Problem rund um die U5-Baustelle in Steilshoop aufmerksam gemacht. Nach Schilderungen aus der Nachbarschaft sollen Bauarbeiter vor Ort berichtet haben, dass Beton beziehungsweise betonhaltiges Material in das Abwassersystem gelangt sei. Deshalb habe ich beim Senat nachgefragt.
Jetzt liegt die Antwort vor – und sie bestätigt einen wesentlichen Teil des Hinweises: Im Schmutzwassersiel im Bereich Gründgensstraße wurde tatsächlich betonhaltiges Material gefunden, wie es auf Baustellen verwendet wird. Die Hamburger Stadtentwässerung hat die Ablagerungen in den am stärksten betroffenen Leitungsabschnitten bereits mit Hochdruck entfernt. Nach Einschätzung des Senats spricht der bisherige Befund dafür, dass die Betonablagerungen zumindest teilweise zu den aufgetretenen Problemen im Abwassersystem beigetragen haben.
Nicht bestätigt hat sich dagegen, dass auch die Straßenabläufe beziehungsweise „Gullys“ betroffen waren. Laut Senat wurden die Ablagerungen ausschließlich im Schmutzwassersiel festgestellt, nicht im Regenwassersiel und den angeschlossenen Straßenabläufen.
Verursacher weiterhin unbekannt
Entscheidend ist nun die Frage: Woher kam der Beton? Einen konkreten Verursacher oder eine Eintragsquelle konnte die Stadt bislang nicht feststellen. Auch der vollständige Umfang der Ablagerungen ist noch unbekannt. Deshalb wurden die Untersuchungen inzwischen auf weitere Sielabschnitte ausgeweitet. Anschließend soll entschieden werden, ob weitere Leitungen gereinigt oder sogar saniert werden müssen.
Quelle: Schriftliche Kleine Anfrage Drs. 23/5242 vom 11. September 2026, Frage 3.

