Der Notausgang für die neue U5-Linie soll nach aktuellem Stand ab dem 1. Quartal 2026 bis voraussichtlich Mitte 2028 errichtet werden. Diese lange Bauzeit bedeutet, dass die Heukoppel erneut gesperrt wird – und zwar über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren.
Gleichzeitig bleibt der Mispelstieg für den normalen Verkehr geschlossen, wird aber für Einsatzfahrzeuge befahrbar sein, um die Erreichbarkeit für Feuerwehr und Rettungsdienste sicherzustellen.
Mispelstieg: Anfang 2026 wieder offen – aber nur für SAGA-Baufahrzeuge
Mit Blick auf die Zufahrten zur SAGA-Baustelle am Jahnkeweg gibt es inzwischen erste Festlegungen des Senats:
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Ab Anfang Januar 2026 wird der Mispelstieg wieder geöffnet, jedoch ausschließlich für die Baufahrzeuge der SAGA.
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Das ist das Ergebnis einer Abstimmung mit dem Polizeikommissariat – andere Baustellen sollen diese Strecke nicht nutzen dürfen.
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Die Sperrung des Mispelstiegs für alle anderen Verkehre bleibt grundsätzlich bis Ende Oktober 2026 bestehen.
Damit ist klar: Die Anwohnenden profitieren nicht von der Öffnung – sie bedeutet lediglich eine weitere Baustellenzufahrt im ohnehin stark belasteten Gebiet.
SAGA-Baustelle Jahnkeweg: Fertigstellung erst Ende 2026
Noch unklar ist, wie die SAGA während der langen Sperrphase ihre Baustelle vollständig erreichen will. Laut Senat befindet sich die Abstimmung über die Anfahrtswege noch im Klärungsprozess. Ein finales Konzept liegt nicht vor.
Eines steht jedoch fest:
Die Fertigstellung der SAGA-Baustelle ist erst für Ende 2026 geplant – und damit zeitlich genau in der Phase, in der auch die U5-Baustelle das Gebiet blockiert.
Für die Anwohnerschaft bedeutet das: Dauerbelastung bis mindestens 2028
Mehrere Jahre mit Sperrungen, Baulärm, Baustellenverkehr und eingeschränkten Wegen – das ist die Realität, die die Menschen rund um die Heukoppel und den Mispelstieg erwartet.
Ob es Entlastungsmaßnahmen, alternative Verkehrsführungen oder zusätzliche Sicherungen für Fußgänger und Kinder geben wird, bleibt bislang offen.
Ich werde weiter Druck machen und dafür sorgen, dass die Menschen vor Ort frühzeitig informiert werden und ihre Anliegen Berücksichtigung finden. Die Anwohnerinnen und Anwohner haben ein Recht auf Klarheit – und auf Lösungen, die ihre Lebensqualität schützen.
Drucksache 23/2044

