Skip to content Skip to footer

Bramfeld – Sporthalle Osterbek: Senat nimmt massive Einschränkungen in Kauf

Die Sporthalle am Turnierstieg ist seit Monaten nur noch eingeschränkt nutzbar. Bereits seit Dezember 2025 ist die mittlere Halleneinheit der Dreifeldhalle aufgrund erheblicher Schäden gesperrt. Eltern, Schülerinnen und Schüler berichten seit langem über provisorische Abklebungen, eingeschränkte Sportmöglichkeiten und einen insgesamt schlechten Zustand der Halle.

Die nun vorliegende Antwort des Senats zeigt deutlich: Die Situation ist noch gravierender, als bislang öffentlich eingeräumt wurde.

Zwar verweist der Senat darauf, dass die ursprünglich für 2028 vorgesehene Sanierung auf das Jahr 2027 vorgezogen werden soll. Tatsächlich bedeutet dies jedoch nicht, dass die Probleme zeitnah behoben werden. Die Vorentwurfsphase soll erst im Oktober 2026 abgeschlossen werden, die Entwurfsplanung im Februar 2027. Erst danach sollen die Bauarbeiten beginnen. Die eigentliche Fertigstellung wird weiterhin erst im Jahr 2028 erwartet.

Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung des Senats zur aktuellen Nutzung. Während bislang oftmals der Eindruck vermittelt wurde, der Schulsport könne weitgehend normal stattfinden, räumt der Senat nun ausdrücklich ein, dass der Betrieb der Halle „nur bedingt und auch nur eingeschränkt möglich“ ist. Zudem wird erklärt, dass jederzeit weitere Einschränkungen bis hin zu einer vollständigen Sperrung der Halle möglich seien.

Damit bestätigt der Senat erstmals offiziell, dass die Sporthalle keineswegs uneingeschränkt nutzbar ist.

Auch die zahlreichen provisorischen Abklebungen in der Halle werden bestätigt. Nach Angaben des Senats dienen diese dazu, zu verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem beschädigten Hallenboden in die Raumluft gelangt. Die Maßnahmen seien vorsorglich erfolgt. Gleichzeitig wird eingeräumt, dass sich die Abdichtungen im laufenden Betrieb regelmäßig lösen und immer wieder nachgebessert werden müssen.

Für viele Eltern stellt sich daher die berechtigte Frage, wie lange ein solcher Provisorienbetrieb noch aufrechterhalten werden soll.

Auch bei den Umkleideräumen gibt es Handlungsbedarf. Nachdem Beschwerden über fehlende Privatsphäre bekannt wurden, erklärt der Senat nun, dass die Situation bislang nicht bekannt gewesen sei. Gleichzeitig wird jedoch eingeräumt, dass im oberen Bereich der Umkleiden größere Öffnungen bestehen. Nun soll kurzfristig Abhilfe geschaffen werden.

Besonders kritisch ist die Perspektive für die kommenden Jahre. Während der Sanierung sollen die Schulen auf freie Hallenzeiten an Nachbarstandorten ausweichen. Welche Hallen konkret genutzt werden können, steht derzeit allerdings noch gar nicht fest. Erst im Frühjahr 2027 soll auf Grundlage der Schülerzahlen entschieden werden, welche Ersatzflächen überhaupt zur Verfügung stehen.

Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler bedeutet dies weiterhin erhebliche Unsicherheit. Statt moderner und uneingeschränkt nutzbarer Sportstätten müssen sie seit Monaten mit Provisorien leben. Die Antwort des Senats macht deutlich: Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Quelle: Drucksache 23/4110

Sporthalle der Schule Osterbek in Bramfeld kaum noch nutzbar – Eltern und Kinder schlagen Alarm