Die aktuellen Zahlen zeigen: Auch wenn einige Schulen inzwischen wieder ohne Container auskommen, bleibt der Einsatz sogenannter „Mobiler Klassenräume“ (MoKi) in Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne ein wiederkehrendes Problem. Über Jahre hinweg mussten mehrere Schulstandorte auf diese Übergangslösung zurückgreifen – teils bis heute.
Diese Schulen waren bzw. sind betroffen
In der Schulregion 16 wurden seit Oktober 2019 an folgenden Standorten mobile Klassenräume eingesetzt:
- Grundschule Eckerkoppel, Berner Heerweg 99 (Sozialindex 4)
Insgesamt 5 Klassenräume (3 seit 01.08.2020, weitere 2 seit 01.08.2022)
Nutzung: teilweise weiterhin im Einsatz (SBH-Eigentum) - Gymnasium Farmsen, Swebenhöhe 50 (Sozialindex 4)
1 Klassenraum seit 01.08.2023
Jahresmiete: 42.000 Euro - Schule Traberweg, Eckerkoppel 125 (Sozialindex 4)
2 Klassenräume seit 01.08.2023
Jahresmiete: 82.652 Euro - Stadtteilschule Osterbek, Turnierstieg 18
2 Klassenräume seit Sommer 2025
Jahresmiete: 42.000 Euro
Während einige dieser Standorte die Container perspektivisch wieder abbauen konnten oder können, sind andere weiterhin darauf angewiesen.
Warum Container eingesetzt werden mussten
Die Gründe für den Einsatz der MoKi sind strukturell und seit Jahren bekannt:
- steigende Schülerzahlen in den Stadtteilen
- Verzögerungen bei Neubauten und Erweiterungen
- notwendige Sanierungen im Bestand
- fehlende kurzfristig verfügbare Ausweichflächen
Gerade in wachsenden Stadtteilen wie Bramfeld und Farmsen-Berne stoßen viele Schulen an ihre Kapazitätsgrenzen.
Teure Übergangslösung
Die Container sind nicht nur eine Notlösung – sie sind auch teuer. Einzelne Klassenräume kosten jährlich mehrere zehntausend Euro Miete. Besonders auffällig: Für zwei Klassenräume an der Schule Traberweg fallen über 80.000 Euro pro Jahr an.
Gleichzeitig handelt es sich dabei um reine Übergangsinfrastruktur ohne langfristigen Mehrwert.
Auch wenn erste Schulen wieder ohne Container auskommen, zeigt sich deutlich: Der Einsatz mobiler Klassenräume ist kein Einzelfall, sondern Symptom eines strukturellen Problems.
Solange Schulbau und Erweiterungen nicht mit dem tatsächlichen Bedarf Schritt halten, werden Container weiterhin zum Alltag gehören – auch in Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne.

