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Bramfeld: Umbau des Kriegerdenkmals am Alten Teich: Senat sieht keine erheblichen Auswirkungen auf Natur und Klima

Der geplante Umbau des Kriegerdenkmals am Alten Teich in Bramfeld sorgt weiterhin für Diskussionen im Stadtteil. Heute habe ich mir gemeinsam mit Anwohnern die Situation vor Ort angesehen. Viele Bürger äußerten Fragen und Sorgen – insbesondere zu möglichen Auswirkungen auf Natur, Klima und Tiere. Diese Punkte habe ich in einer Schriftlichen Kleinen Anfrage an den Senat aufgegriffen.

Im Mittelpunkt der Fragen standen die geplante zusätzliche Versiegelung von rund 207 Quadratmetern Fläche, mögliche Folgen für das Mikroklima, die Bedeutung der Feuchtwiese sowie Auswirkungen auf Tiere und den weiteren Bauablauf.

Der Senat bewertet die zusätzliche Versiegelung als „gering“. Nach Angaben der Verwaltung bestehe daher kein Konflikt mit den Zielen des Hamburger Schwammstadt-Konzepts oder der Klimaanpassungsstrategie. Oberflächenwasser könne weiterhin in den angrenzenden Vegetationsflächen versickern. Auch negative Auswirkungen auf das lokale Mikroklima oder eine stärkere Hitzeentwicklung werden vom Senat nicht erwartet. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die vorhandenen Gehölzbestände vollständig erhalten bleiben sollen.

Auch ökologische Ausgleichsmaßnahmen seien laut Senat nicht erforderlich. Die betroffene Rasenfläche habe aufgrund ihrer Größe keine erhöhte Bedeutung als Kaltluftentstehungsgebiet. Zudem habe ein Gutachten ergeben, dass für Brut-, Gast- und Rastvögel keine erheblichen Störungen zu erwarten seien. Deshalb seien weder Ausgleichs- noch Ersatzmaßnahmen notwendig.

Lediglich bei Amphibien sieht der Senat Handlungsbedarf. Hier soll ein Amphibienschutzzaun errichtet werden. Zusätzlich ist eine baubiologische Begleitung vorgesehen. Nach Aufstellung des Zauns könnten die Arbeiten aus naturschutzfachlicher Sicht beginnen.

Die derzeit laufenden artenschutzrechtlichen Prüfungen sollen laut Senat keine Auswirkungen auf den Zeitplan haben. Der Baubeginn war für Ende April 2026 vorgesehen. Die Fertigstellung soll nach aktuellem Stand im Spätsommer 2026 erfolgen.

Trotz der Einschätzung des Senats bleiben bei vielen Anwohnern weiterhin Zweifel und Diskussionsbedarf – insbesondere mit Blick auf den Verlust von Grünflächen und die Veränderungen am bisherigen Erscheinungsbild des Alten Teichs.

Quelle: Drucksache 23/3970