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Bramfelder Chaussee: Radweg wächst zu – Bezirksamt sieht keinen Handlungsbedarf

Wer mit dem Fahrrad auf der Bramfelder Chaussee zwischen Steilshooper Allee und Bauhaus unterwegs ist, dürfte über die Antwort des Bezirksamts nur den Kopf schütteln.

Der Radweg beziehungsweise Schutzstreifen wird an vielen Stellen durch Gras und Unkraut eingeengt. Gerade an einer der wichtigsten Verkehrsachsen in Bramfeld ist das für Radfahrer alles andere als akzeptabel. Die nutzbare Breite wird eingeschränkt, Radfahrer werden näher an den fließenden Verkehr gedrängt und die Verkehrssicherheit leidet.

Besonders erstaunlich ist daher die aktuelle Einschätzung des Bezirksamts Wandsbek. Nach Angaben des Senats hat sich das Bezirksamt die Situation vor Ort angesehen und kommt zu dem Ergebnis:

„Das Bezirksamt Wandsbek hat sich die Situation vor Ort angesehen und sieht keinen akuten Handlungsbedarf.“

Dabei zeigt das aktuelle Bild vor Ort etwas anderes. Entlang des Schutzstreifens wächst das Grün teilweise deutlich in die Verkehrsfläche hinein. Anstatt für einen dauerhaft ordnungsgemäßen Zustand zu sorgen, wurden die angrenzenden Eigentümer Ende Mai lediglich erneut zum Rückschnitt aufgefordert.

Bereits in der Vergangenheit gab es Beschwerden und parlamentarische Anfragen zu diesem Problem. Schon damals wurde zugesagt, dass die Unterhaltung regelmäßig erfolgen solle. Offensichtlich funktioniert dieses System nicht. Denn kaum einige Zeit später steht man wieder vor denselben Problemen.

Besonders unverständlich ist die Haltung des Bezirksamts vor dem Hintergrund, dass Hamburg den Radverkehr fördern will. Wer Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen möchte, muss auch dafür sorgen, dass vorhandene Radwege und Schutzstreifen nutzbar bleiben. Dazu gehört nicht nur der Neubau von Infrastruktur, sondern auch deren regelmäßige Pflege.

Die eigentliche Frage lautet daher: Wenn ein Schutzstreifen an einer stark befahrenen Hauptstraße in diesem Zustand keinen Handlungsbedarf auslöst – wann dann?

Quelle: Bürgerschaftsdrucksache 23/4370