Auch in diesem Jahr bietet sich auf der Bramfelder Chaussee wieder das gleiche traurige Bild: Überwucherndes Gras, dichtes Gestrüpp und kaum passierbare Wege. Wer hier mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss sich seinen Weg regelrecht erkämpfen. So darf es an einer Hauptverkehrsstraße in Hamburg einfach nicht aussehen.
Seit Jahren weise ich auf diesen unhaltbaren Zustand hin – doch geändert hat sich kaum etwas. Der Radweg entlang der vierspurigen Bramfelder Chaussee ist erneut von Wildwuchs überwuchert. Statt einer gepflegten, sicheren Verbindung für Radfahrer herrscht ein Zustand, der alles andere als einladend ist. Gras und Unkraut nehmen den Weg ein, Sicht und Sicherheit bleiben auf der Strecke.
Es ist beschämend, dass in einer Stadt, die sich selbst als Vorreiterin der Verkehrswende versteht, solche Zustände weiterhin hingenommen werden. Eine Verkehrswende beginnt nicht auf dem Papier, sondern auf der Straße – mit sicheren, sauberen und gut gepflegten Radwegen. Doch genau das bleibt hier aus.
Trotz wiederholter Hinweise, Anfragen und öffentlicher Kritik bleibt der Senat untätig. Allenfalls sporadische Reinigungsaktionen schaffen kurzfristige Abhilfe, ohne das eigentliche Problem anzugehen: die fehlende regelmäßige Pflege.
Wenn Hamburg den Umstieg aufs Fahrrad wirklich fördern will, dann müssen solche Zustände endlich der Vergangenheit angehören. Ich fordere den Senat daher erneut auf, Verantwortung zu übernehmen und die regelmäßige Instandhaltung der Radwege verbindlich sicherzustellen.
Eine echte Verkehrswende braucht mehr als schöne Worte – sie braucht Taten. Und die beginnen mit sauberen, sicheren Radwegen.

