Vor rund einem Jahr haben sich in Bramfeld drei Kirchengemeinden zur neuen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bramfeld zusammengeschlossen: die Osterkirche, die Simeonkirche und die Thomaskirchengemeinde. Auf der jüngsten Bramfelder Stadtteilkonferenz zog Pastorin Brit Schwethelm nun eine erste Bilanz – und kündigte zugleich wichtige Veränderungen an.
Thomaskirche vorerst ohne Gottesdienste
Für die Thomaskirche an der Haldasdorfer Straße bedeutet die aktuelle Lage einen Einschnitt: Dort werden vorerst keine Gottesdienste mehr stattfinden. Der Grund ist der sanierungsbedürftige Zustand des Gebäudes, verbunden mit dem Denkmalschutzstatus. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, musste das Gebäude bereits abgesperrt werden – eine kurzfristige bauliche Lösung ist nicht in Sicht.
Ein Hauptgottesdienst – anschließend Kaffeetrinken
Mit der Fusion wurde auch die Gottesdienststruktur in Bramfeld neu geordnet. Jeden Sonntag findet nun ein großer zentraler Gottesdienst statt, der anschließend mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken in der Osterkirche ausklingt. Ziel sei es laut Pastorin Schwethelm, die Gemeinschaft zu stärken und Menschen unterschiedlicher Gemeindeteile regelmäßiger zusammenzubringen.
Neue spirituelle Formate und mehr Angebote für Familien
Neben dem Hauptgottesdienst gibt es inzwischen mehrere neue Angebote. Unter dem Titel „Atempause“ werden meditative Gottesdienstformen entwickelt. Zudem ist die sogenannte „Wohnzimmerkirche“ geplant – ein Format mit Musik, gemeinsamem Essen und Gesprächen, das vor allem Familien ansprechen soll.
Engagement für Senioren, Jugendliche und Kinder
Ein wichtiges Anliegen der Gemeinde ist die intensive Sozialarbeit in den Stadtteilen. Angebote für ältere Menschen, Kinder und Jugendliche wurden zuletzt ausgebaut und auf der Stadtteilkonferenz ausdrücklich gelobt. Alle Termine und Veranstaltungen sind gebündelt auf der Gemeindeseite abrufbar.
Fusion als Prozess – weitere Zusammenschlüsse möglich
Mit Blick auf die Zukunft deutete Pastorin Schwethelm an, dass die Fusion der drei Bramfelder Gemeinden wohl nicht die letzte in ihrer beruflichen Laufbahn sein werde. Die strukturellen Herausforderungen seien groß – doch mit neuen Formaten und stärkerer gemeinsamer Identität wolle man diese aktiv angehen.

