Offensichtlich hat die frühere Behördenleitung der BUKEA bei der Kontrolle der öffentlichen Unternehmen nicht genau hingeschaut. Zahlreiche Bauprojekte, für die die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) zuständig ist, wurden deutlich teurer als ursprünglich kalkuliert – mit teils massiven Abweichungen im zweistelligen Millionenbereich. Ich erwarte, dass die neue Behördenleitung hier deutlich stärker kontrolliert und den öffentlichen Unternehmen genauer auf die Finger schaut.
Insgesamt ergeben die vorliegenden Zahlen eine Kostenüberschreitung von mindestens 42,8 Millionen Euro – bezogen auf Projekte seit 2020, bei denen sowohl ursprüngliche Plankosten als auch aktualisierte Baukosten vorliegen.
Einige Beispiele belegen die dramatischen Abweichungen:
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Neubau Mehrzweckgebäude der Hamburger Energienetze GmbH
Ursprünglich geplant mit 36,3 Mio. €, jetzt bei 46,6 Mio. € → +10,3 Mio. € -
Neubau Standort Süd
Geplant mit 6,9 Mio. €, abgeschlossen bei 14,6 Mio. € → +7,7 Mio. € -
Neubau Parkhaus Bannwartstraße
Von 14,7 Mio. € auf 20,4 Mio. € → +5,7 Mio. € -
Sanierung Gebäude Friedhof Ohlsdorf
Ursprünglich 7,82 Mio. €, inzwischen 14,07 Mio. € → +6,25 Mio. € -
Modulgebäude Hamburger Energiewerke
Geplant mit 11,14 Mio. €, realisiert mit 13 Mio. € → +1,86 Mio. €
Diese Summen zeigen: Die Baukosten laufen wiederholt aus dem Ruder. Besonders bei der Hamburger Energienetze GmbH ist ein Muster systematischer Verteuerung erkennbar. Hinzu kommen zahlreiche Projekte, bei denen noch keine verlässlichen Endzahlen vorliegen – auch hier ist mit weiteren Mehrkosten zu rechnen.
Die neue Behördenleitung muss jetzt für eine echte Trendwende sorgen – mit transparenter Planung, verlässlicher Kostensteuerung und einer aktiven Aufsicht über die ihr unterstellten öffentlichen Unternehmen. Wer glaubwürdig Klimaschutz, Infrastruktur und nachhaltige Stadtentwicklung voranbringen will, muss auch bei der Haushaltsdisziplin mit gutem Beispiel vorangehen.

