Skip to content Skip to footer

Buslinie 16 wird gekürzt – Farmsen verliert direkte Anbindung in die Innenstadt

Mit dem kommenden Fahrplanwechsel droht Farmsen ein spürbarer Einschnitt im öffentlichen Nahverkehr. Die MetroBus-Linie 16, seit Jahren eine wichtige Direktverbindung aus dem Hamburger Nordosten in die Innenstadt, wird künftig deutlich verkürzt. Der Abschnitt zwischen Rahlstedt und der Rentenversicherung (Nord) entfällt – angeblich zur „Verbesserung von Betriebsstabilität und Pünktlichkeit“.

Was nüchtern als „nachfragegerechte Anpassung“ verkauft wird, bedeutet für die Menschen in Farmsen und Umgebung jedoch eine klar erkennbare Verschlechterung: Wer bislang ohne Umstieg in die City fahren konnte, muss künftig zwingend an der Rentenversicherung oder an anderen Knotenpunkten umsteigen. Die Weiterführung bis Rahlstedt übernimmt zwar die StadtBus-Linie 116 – aber eben nur bis dorthin, nicht weiter in Richtung Innenstadt.

Besonders ärgerlich ist, dass die Stadt damit erneut die Schwächung des ÖPNV in den äußeren Stadtteilen riskiert. Statt die MetroBus-Achsen zu stärken und attraktive Direktverbindungen zu sichern, wird nun ausgerechnet an einer der wichtigsten Linien gekürzt. Viele Pendlerinnen und Pendler zeigen sich bereits frustriert: längere Fahrzeiten, zusätzliche Umstiege und eine geringere Planbarkeit sind die absehbaren Folgen.

Gerade in einem Stadtteil, der ohnehin schon unter unzuverlässigen Verbindungen leidet, ist dieser Schritt kaum nachvollziehbar. Farmsen braucht einen verlässlichen, leistungsfähigen Nahverkehr – und keinen weiteren Abbau von Direktverbindungen.

Die Frage bleibt: Warum wird eine gut genutzte Linie gerade jetzt geschwächt – und wie soll das den ÖPNV attraktiver machen?