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CDU-Fraktion kritisiert Generalabsage der Wandsbeker Wochenmärkte aufgrund fehlender Kapazitäten im Winterdienst

Während in den Bezirken Eimsbüttel, Hamburg-Nord und Harburg die Wochenmärkte trotz winterlicher Witterung am Samstag stattfanden, wurden im Bezirk Wandsbek  sämtliche Wochenmärkte pauschal abgesagt. Die CDU-Fraktion Wandsbek übt an diesem Vorgehen deutliche Kritik.

Wochenmärkte stehen bereits seit Jahren unter starkem Druck. Steigende Kosten, Nachwuchsmangel und rückläufige Umsätze belasten viele Marktbeschicker erheblich. Umso unverständlicher ist aus Sicht der CDU-Fraktion die flächendeckende Absage durch das Bezirksamt Wandsbek, die mit fehlenden Kapazitäten im Winterdienst begründet wurde.

Nach Angaben mehrerer Händlerinnen und Händler erfolgte die Information über die Absage bereits am Donnerstagmittag. Dabei sei auch mit Geldstrafen gedroht worden, falls Marktstände dennoch angefahren würden. Besonders irritierend: Auch am Samstag wurde abgesagt, obwohl keine Unwetterwarnung vorlag.

Die Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek, Dr. Natalie Hochheim, macht deutlich, dass organisatorische Defizite des Bezirks nicht auf dem Rücken der Händler ausgetragen werden dürfen. Gerade im Winter müssten Marktbeschicker Planungssicherheit haben, um frische und teilweise verderbliche Waren anbieten zu können.

Aus der Händlerschaft kommt zusätzlich die Sorge, dass mit dieser Entscheidung ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen wurde. Eine flächendeckende Absage in dieser Form habe es bislang nicht gegeben; die Befürchtung sei groß, dass bei künftigen Wetterlagen immer schneller und pauschaler abgesagt werde.

Die CDU-Fraktion fordert den Bezirksamtsleiter daher auf, das bestehende Krisen- und Räumkonzept für die Wochenmärkte kurzfristig zu überprüfen und an funktionierenden Lösungen anderer Bezirke auszurichten. Wo Wochenmärkte sicher durchgeführt werden können, müssen sie auch stattfinden – alles andere schwächt die Wochenmärkte und ihre wichtige Rolle für die Nahversorgung weiter.