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Einbahnstraße Sonnentauweg sorgt für Diskussionen

Viele Anwohner haben sich in den letzten Wochen gemeldet und beschwert, warum der Sonnentauweg nun als Einbahnstraße eingerichtet wurde. Besonders kritisch sehen sie, dass durch die U5-Baustelle die Bramfelder Chaussee dauerhaft im Stau steckt. Damit fällt für viele Autofahrer die Fabriciusstraße als wichtige Ausweichstrecke weg.

Auf der anderen Seite hatten sich jedoch die Bewohnerinnen und Bewohner des Sonnentauwegs in der Vergangenheit stark über den Durchgangsverkehr beschwert. Die Wohnstraße wurde zunehmend als Schleichweg genutzt – eine Belastung, die nachvollziehbar ist.

Die zentrale Straßenverkehrsbehörde der Verkehrsdirektion 52 begründet die Einbahnstraßenregelung damit, dass sich eine ähnliche Verkehrsführung bei früheren Bauprojekten bewährt habe. Sie sei von allen Beteiligten als sinnvoll bewertet worden. Allerdings sei damals die Bramfelder Chaussee noch ohne Einschränkungen befahrbar gewesen – was aktuell wegen der U5-Baustelle nicht der Fall ist.

Nach Angaben der Behörde sei die jetzige Lösung auf Anregung aus der Bewohnerschaft des Quartiers eingeführt worden. Dass es dennoch viele Verstöße gegen die neue Verkehrsführung gibt, sei leider ein stadtweites Problem – besonders im Umfeld von Baustellen. Die Polizei kündigte an, unregelmäßige Kontrollen im Sonnentauweg vorzunehmen, soweit es die personellen Ressourcen zulassen.

Klar ist: Der Sonnentauweg bleibt ein Brennpunkt zwischen den Interessen von Durchgangsverkehr und Anwohnern. Ob die Einbahnstraßenregelung dauerhaft Entlastung bringt oder für noch mehr Stau im Umfeld sorgt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.