Einfamilienhäuser in Bramfeld in Gefahr! Rot-Grün sieht Potenzial für neue Geschosswohnungen

Symbolbild
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Auf Erbbaugrundstücken in Bramfeld wird es bald eng, wenn es nach Rot-Grün geht. Vor allem fast alle Grundstücke des Höhnkoppelorts (Seitenstraße der Heukoppel) seien für die Nachverdichtung geeignet.

 

Aber auch am Kienholt und den umliegenden Straßen Bucheckerweg, Mirabellenweg, Mandelweg und Quittenweg sowie beim Moorgrund, nördlich der Osterbek, wird Potenzial gesehen. Es geht um 73 Grundstücke in Erbbaupacht.

Unter allen Umständen will der Senat sein Wohnungsbauprogramm durchsetzen und gefährdet damit massiv Bramfelder Siedlungen, die auf Einfamilien- und Reihenhäuser sowie Doppelhaushälften basieren. Teilweise soll dafür das Planrecht verändert werden. Oft ist dies jedoch gar nicht mehr nötig, nachdem sich der Begriff des „Einzelhauses“ rechtlich als schwammig herausstellte.

 

Möglich ist das Verändern der Struktur und damit der Lebensqualität der Siedlungen durch das Erbbaurecht. Die Hauseigentümer und -eigentümerinnen pachten das Land für eine begrenzte Zeit. Der Bezirk kann eine Verlängerung der Pacht einfach ablehnen und neue Häuser darauf anordnen – Bauträger für neue Mehrfamilienhäuser in Form privater Unternehmen oder auch der SAGA finden sich garantiert immer. Schließlich bedeuten mehr Bewohner auch höheren Mietumsatz.

 

Die Verträge der genannten Straßenzüge laufen frühestens ab 2051 aus. Sicher werden viele Bewohner der Häuser unter diesen Bedingungen nicht mehr investieren wollen und die Grundstücke teilweise räumen. Das heißt: Schon bedeutend früher könnten hier hohe Mehrfamilienhäuser entstehen.

 

Was das Bezirksamt und der Senat in ihrer Rechnung vergessen: Das Wohl der Familien, die einerseits Platz und Muße in diesen Siedlungen suchen. Andererseits sind Einfamilienhäuser auch eine Altersvorsorge. Alle Parteien sind sich einig, dass wir etwas gegen Altersarmut tun müssen. Der Aufbau von Eigentum ist ein wichtiger Baustein dazu.

 

Deshalb setzt sich die CDU in Bramfeld und ganz Wandsbek dafür ein, typische Siedlungen für Einfamilienhäuser in ihrer Struktur zu schützen. Das sagt die Vorsitzende der CDU-Faktion in Wandsbek – Dr. Natalie Hochheim – in einer aktuellen Pressemitteilung ganz unmissverständlich. Wir wollen Erbbaupachtnehmern eine unkomplizierte Vertragsverlängerung anbieten, auf Wunsch den Kauf des Grundstücks und in den Bebauungsplänen keine Mehrfamilienhäuser zulassen.

 

Sollen bald alle Familien mit einem Wunsch nach einem eigenen Haus aus Hamburg wegziehen? Wer soll das verantworten?

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