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Eiswagen am Bramfelder See: Beliebt, genehmigt, aber erstmal bis 2026 befristet

Der kleine Eiswagen am Bramfelder See ist zu einem echten Publikumsliebling geworden. Direkt am Eingang zum Ohlsdorfer Friedhof gelegen, lockt er Spaziergängerinnen, Familien, Jogger und Friedhofsbesucher gleichermaßen an – ein Angebot, das offenbar genau den Nerv der Menschen trifft.

Genehmigung durch das Bezirksamt Wandsbek

Zuständig für die Erlaubnis des Eiswagens ist das Bezirksamt Wandsbek, das den Antrag auf Sondernutzung geprüft und genehmigt hat. Das Bezirksamt betont dabei, dass es kein eigenes wirtschaftliches Interesse verfolgt, sondern Anträge nach geltender Rechtslage bewertet – insbesondere nach dem Gesetz über Grün- und Erholungsanlagen sowie der Wege- und Grünanlagen-Gebührenordnung.

Gebühr von 3.242,40 Euro – für genau ein Jahr

Für den Betrieb des Eiswagens wurde eine Sondernutzungsgenehmigung vom 1. November 2025 bis 31. Oktober 2026 erteilt. Dafür fällt eine Gebühr in Höhe von 3.242,40 Euro an. Grundlage sind das Hamburger Gebührengesetz (GebG) sowie die WegeBenGebO – also die Gebührenordnung für Wege, Grün- und Erholungsanlagen. Die Höhe richtet sich nach Umfang, Dauer und Art der Nutzung.

Kein Vergabeverfahren – nur ein einziger Antrag

Interessant: Die Genehmigung wurde nicht im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens vergeben. Grund dafür ist simpel: Es gab nur einen einzigen Antragsteller. Weitere Interessenten für diesen Standort sind dem Bezirksamt bislang nicht bekannt.

Befristung und Zukunftspläne

Die aktuelle Genehmigung ist klar befristet – bis Oktober 2026. Was danach passiert, ist offen. Für den Ohlsdorfer Friedhof erklärt die Hamburger Friedhöfe AöR ausdrücklich, dass es derzeit keine Pläne gibt, zusätzliche gastronomische Angebote oder mobile Verkaufsstände zuzulassen.

Für den Bramfelder See und andere stark frequentierte Grünanlagen gibt es ebenfalls keine konkreten Planungen. Ob das Angebot also erweitert wird oder ob künftig weitere mobile Stände an beliebten Eingängen stehen könnten, bleibt bislang unbeantwortet.

Der Eiswagen am Bramfelder See ist für viele ein schöner Akzent im Alltag rund um See und Friedhof – unkompliziert, freundlich und offenbar sehr beliebt. Doch die Antwort des Senats zeigt auch: Es handelt sich derzeit um ein Einzelprojekt, ohne langfristiges Konzept oder stadtweite Strategie.

Wie es nach Oktober 2026 weitergeht, hängt davon ab,

  • ob der Betreiber erneut einen Antrag stellt,
  • ob weitere Interessenten auf den Plan treten
    und
  • ob das Bezirksamt Wandsbek oder die Stadt generell mobile Gastronomie an Grünzugängen stärker regeln oder erweitern möchte.

Für die Besucherinnen und Besucher bleibt zu hoffen: Dass das Eis am Bramfelder See bleibt – oder sogar weitere kleine Angebote dieser Art folgen.

Quelle: Drucksache 23-02080