Die Freie und Hansestadt Hamburg hat den Entwurf ihres kommunalen Wärmeplans veröffentlicht. Das Dokument beschreibt den aktuellen Stand der Wärmeversorgung, vorhandene Potenziale sowie mögliche Entwicklungspfade für die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt.
Die Wärmeversorgung hat in Hamburg eine große Bedeutung: Sie verursacht rund 50 % des Endenergieverbrauchs der Stadt und etwa 46 % der energiebedingten CO₂-Emissionen. Insgesamt müssen rund 225.000 Bestandsgebäude langfristig auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung umgestellt werden. Derzeit werden etwa acht von zehn Heizungen noch mit fossilen Energieträgern betrieben.
Der Wärmeplan analysiert außerdem den aktuellen Wärmebedarf der Stadt. Für Gebäudewärme – also Raumwärme und Warmwasser – lag der Endenergieverbrauch im Jahr 2023 bei etwa 14,5 TWh. Hinzu kommen rund 8,9 TWh Prozesswärme für industrielle und gewerbliche Anwendungen. Insgesamt ergibt sich damit ein Wärmebedarf von rund 23,4 TWh pro Jahr.
In Hamburg wurden im Rahmen der Bestandsanalyse rund 268.500 beheizte Gebäude erfasst. Dabei zeigt sich, dass ein kleiner Teil der Gebäude für einen großen Anteil des Wärmebedarfs verantwortlich ist: 20 % der Gebäude verursachen etwa 74 % des Wärmebedarfs, während die Hälfte der Gebäude nur rund 10 % des Bedarfs ausmacht.
Das im Wärmeplan entwickelte Zielszenario beschreibt mögliche Strukturen der zukünftigen Wärmeversorgung. Demnach könnte im Jahr 2040 etwa 56 % des Wärmebedarfs über Wärmenetze gedeckt werden. Gleichzeitig würden rund 78 % der Gebäude überwiegend dezentral, beispielsweise über Wärmepumpen, versorgt.
Der Wärmeplan dient als strategische Grundlage für die zukünftige Planung der Energieinfrastruktur und soll regelmäßig fortgeschrieben werden.
Weitere Infos unter: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bukea/themen/energie/kommunale-waermeplanung/der-entwurf-des-waermeplans-fuer-hamburg-liegt-vor-1150474

