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Erntingweg: Senat sieht keine baulichen Lösungen gegen Parkdruck und Gehwegprobleme

Die Situation rund um den Erntingweg im Umfeld des Einkaufszentrums Bramfeld sorgt seit längerem für Unmut bei den Anwohnerinnen und Anwohnern. Immer wieder wird berichtet, dass Kundinnen und Kunden des Einkaufszentrums ihre Fahrzeuge im Wohngebiet abstellen. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Lieferfahrzeuge nutzen regelmäßig die Gehwege, um Be- und Entladevorgänge durchzuführen.

Die Folgen sind spürbar. Gehwege werden blockiert oder beschädigt. Fußgängerinnen und Fußgänger – darunter Kinder, ältere Menschen oder mobilitätseingeschränkte Personen – müssen immer wieder auf die Fahrbahn ausweichen. Neben einer sinkenden Wohnqualität entsteht so auch ein reales Sicherheitsrisiko im Straßenraum.

Vor diesem Hintergrund wurde der Senat gefragt, welche Möglichkeiten es gibt, die Situation nachhaltig zu verbessern – etwa durch Maßnahmen zur Reduzierung des Parkdrucks oder zum Schutz der Gehwege.

Die Antwort fällt ernüchternd aus.

Der Senat stellt klar: Bauliche Maßnahmen zur Reduzierung des Parkdrucks sieht er nicht.

Damit entfällt aus Sicht der Verwaltung ein zentraler Hebel, um die Situation strukturell zu verbessern. Weder Umgestaltungen noch andere bauliche Eingriffe werden aktuell als Option betrachtet.

Stattdessen verweist der Senat auf die Polizei Hamburg. Das Verhindern von Fehlverhalten – etwa das Befahren oder Parken von Gehwegen durch Lieferfahrzeuge – liege ausschließlich in deren Zuständigkeit.

Für die betroffenen Anwohner bedeutet das im Klartext: Eine bauliche Entlastung des Quartiers ist derzeit nicht vorgesehen. Verbesserungen sollen – wenn überhaupt – über Kontrollen und ordnungsrechtliches Einschreiten erfolgen.

Damit bleibt die grundlegende Herausforderung bestehen: Ein hoher Parkdruck durch das Einkaufszentrum trifft auf ein Wohngebiet, dessen Infrastruktur darauf nicht ausgelegt ist. Die Hoffnung auf eine bauliche Lösung, etwa zur Trennung von Lieferverkehr und Fußwegen oder zur Entlastung der Stellplatzsituation, sieht der Senat aktuell nicht als realisierbar an.

Quelle: Drucksache 23-03112