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Farmsen-Berne: Ersatzbau am Marie-Bautz-Weg kommt voran – doch das Versäumnis des Senats trifft Kinder und Vereine hart

Der Ersatzbau für das Lehrschwimmbecken am Marie-Bautz-Weg nimmt sichtbar Gestalt an. Die Bauarbeiten sind im Gange, erste Strukturen stehen, und es wird deutlich: Hier entsteht dringend benötigte Infrastruktur für den Schwimmunterricht in Farmsen-Berne.

Doch so erfreulich der Baufortschritt ist – er kommt zu spät.

Versorgungslücke war vermeidbar

Ursprünglich war vorgesehen, den Ersatzbau rechtzeitig fertigzustellen, bevor das alte Lehrschwimmbecken im Marie-Bautz-Weg geschlossen wird. Genau das ist nicht gelungen. Statt eines nahtlosen Übergangs ist nun eine deutliche Versorgungslücke entstanden.

Die Folgen sind bereits heute im Alltag spürbar:
Schwimmvereine müssen ausweichen oder verlieren Trainingszeiten vollständig. Für viele Kinder bedeutet das: kein Schwimmunterricht, keine Fortschritte, längere Wartelisten.

Druck auf andere Bäder wächst massiv

Die Auswirkungen zeigen sich besonders deutlich im Schwimmbad Bramfeld. Dort stapeln sich die Kinder bereits, nachdem der Bramfelder SV zusätzliche Gruppen aufgenommen hat, um zumindest einen Teil der Ausfälle abzufangen.

Auch in Wandsbek wird die Lage immer angespannter:
Ein Schwimmbad muss für die Öffentlichkeit schließen, um überhaupt genügend Wasserflächen für Vereine bereitzustellen. Das ist ein massiver Eingriff – und zeigt, wie groß der Druck inzwischen ist.

Notlösungen belasten alle Beteiligten

Zwar wurden Übergangslösungen organisiert, doch diese sind alles andere als ideal. Sie bedeuten:

  • längere Wege für Kinder und Eltern
  • eingeschränkte Trainingszeiten
  • zusätzliche Belastung für Vereine und Ehrenamtliche
  • weniger Angebote für die breite Öffentlichkeit

Vor allem aber gilt: Diese Lösungen wären gar nicht notwendig gewesen, wenn der Senat den Ersatzbau rechtzeitig umgesetzt hätte.

Politische Verantwortung liegt klar beim Senat

Der jetzige Zustand ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Verzögerungen. Fördermittel standen früh bereit, politische Beschlüsse lagen vor – doch der Bau begann erst viel zu spät.

Das Ergebnis ist nun eine künstlich entstandene Lücke, die Kinder, Familien und Vereine ausbaden müssen.

Der Neubau ist wichtig und richtig. Aber ein Ersatz, der zu spät kommt, ist im Alltag kein echter Ersatz.

Ob man die Situation nun „nicht überraschend“, „schwierig“ oder „nie zugesagt“ nennt, ändert nichts an den Fakten:

  • Fördermittel seit 2018,
  • politische Beschlüsse seit 2019,
  • Baubeginn erst 2025,
  • daraus folgend mindestens 1,5 Jahre ohne Lehrschwimmbecken.

Der Bau am Marie-Bautz-Weg zeigt: Es geht voran. Doch gleichzeitig zeigt er auch, was passiert, wenn Planung und Umsetzung auseinanderfallen.

Für die betroffenen Kinder und Vereine zählt nicht, dass gebaut wird – sondern dass rechtzeitig gebaut wird.

Und genau daran ist der Senat gescheitert.