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Farmsen: Bewegungsinsel an der Berner Au weiterhin gesperrt – Anwohner haben kein Verständnis

Im Grünzug Berner Au nahe Heuorts Land sollte eigentlich längst wieder alles rund laufen. Mit der neuen Bewegungsinsel wurde ein niedrigschwelliges Angebot geschaffen, das Bewegung, Begegnung und Aufenthaltsqualität im Quartier fördern soll. Ein sinnvolles Projekt – gerade für Kinder, Familien und ältere Menschen. Doch die Realität vor Ort sieht anders aus.

Bereits kurz nach der Inbetriebnahme wurde ein Defekt an einem der Geräte festgestellt. Seit Oktober 2025 ist das Problem bekannt, dokumentiert und an das ausführende Unternehmen gemeldet. Trotzdem ist das Gerät bis heute gesperrt. Die Folge: Die Anlage kann nur eingeschränkt genutzt werden – und das seit Monaten.

Als Begründung werden witterungsbedingte Verzögerungen und lange Lieferzeiten für ein Ersatzgerät angeführt. Doch diese Erklärung wirft Fragen auf. Denn wenn ein Mangel bereits im Herbst festgestellt wird, erscheint es schwer nachvollziehbar, warum selbst bis ins Frühjahr hinein keine Lösung umgesetzt werden konnte. Gerade bei einem vergleichsweise überschaubaren Projekt müsste eine zügige Nachbesserung möglich sein.

Stattdessen wurde die Frist zur Mängelbeseitigung nun bis zum 31. Mai 2026 verlängert. Erst im Juni soll die Parksportanlage wieder vollständig nutzbar sein. Das bedeutet: Fast ein Dreivierteljahr Einschränkung für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Immerhin: Dem Bezirksamt entstehen laut aktuellen Angaben keine zusätzlichen Kosten für die Reparatur – diese sollen im Rahmen der Gewährleistung vom ausführenden Unternehmen getragen werden. Die ursprünglichen Herstellungskosten der gesamten Anlage belaufen sich auf 65.225 Euro.

Doch auch wenn keine Mehrkosten entstehen, bleibt ein fader Beigeschmack. Öffentliche Investitionen müssen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch funktional überzeugen. Eine monatelang eingeschränkte Nutzung gleich nach der Fertigstellung wirft kein gutes Licht auf Planung, Ausführung und Nachsteuerung.

Die zentrale Frage bleibt: Warum dauert es so lange, einen bekannten Mangel zu beheben? Für die Menschen im Quartier zählt am Ende nicht, wer zuständig ist – sondern dass die Anlage endlich vollständig und zuverlässig nutzbar ist.

– Drucksache 23/3807 –