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Farmsen: Kaum eröffnet – schon gesperrt! Bewegungsinsel Berner Au erneut Negativbeispiel für mangelhafte Projektumsetzung

Mit großem Engagement, viel Vorfreude und öffentlicher Aufmerksamkeit wurde die neue Bewegungsinsel im Grünzug Berner Au nahe Heuorts Land eröffnet. Ein kostenloses, niedrigschwelliges Bewegungsangebot für Jung und Alt – genau das, was unsere Stadtteile brauchen. Doch die Euphorie hielt nicht lange.

Nur wenige Tage nach der Eröffnung war eines der zentralen Geräte bereits defekt. Seitdem ist es gesperrt, der Bereich steht ungenutzt herum – ein Sinnbild dafür, wie schlecht manche Projekte in Hamburg umgesetzt werden. Während die Bewegungsinsel eigentlich Gesundheit und Bewegung fördern sollte, sorgt sie nun für Ärger und Frust bei den Anwohnerinnen und Anwohnern.

Der Senat räumt ein, dass es sich um einen Einbaumangel handeln könnte, der von der Baufirma im Rahmen der Gewährleistung zu beheben wäre. Alternativ prüft der Sportgerätehersteller, ob ein Gerätefehler vorliegt. Selbst ein Vandalismusschaden sei noch nicht ausgeschlossen. Doch eines wird sehr deutlich: Niemand weiß, wie lange das Ganze noch dauern wird. Ein Termin zur Instandsetzung? Nicht absehbar. Eine klare Aussage, wann das Gerät wieder nutzbar ist? Fehlanzeige.

Dabei wurde der Mangel bereits am 10. Oktober 2025 festgestellt – und am selben Tag sowohl dokumentiert als auch an die Baufirma gemeldet. Dennoch passiert seit Wochen nichts Sichtbares. Die Baustelle ruht, die Bewegungsinsel bleibt unvollständig, und die Bürgerinnen und Bürger fragen sich zurecht: Wie kann ein gerade erst eröffnetes Projekt so schnell in einen Schwebezustand geraten?

Positiv ist immerhin, dass bei der Bauabnahme keine weiteren Mängel festgestellt wurden. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass ein frisch aufgebautes Gerät sofort ausfällt – und niemand sagen kann, wann oder ob es in absehbarer Zeit wieder einsatzbereit sein wird.

Die Bewegungsinsel sollte ein Vorzeigeprojekt sein. Stattdessen wirkt sie nun wie ein Mahnmal für mangelhafte Abstimmungen, fehlende Qualitätskontrollen und mangelnde Kommunikation. Die Verantwortlichen müssen endlich Klarheit schaffen – und dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger das Angebot nutzen können, für das öffentliche Gelder eingesetzt wurden.

Quelle: 23-02044