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Fegebank setzt auf Gründächer statt Klimaanlage – doch der Staat hält sich selbst nicht daran

Der rot-grüne Senat verweist regelmäßig darauf, dass Gründächer Städte kühlen und die Folgen zunehmender Hitze abmildern. Gleichzeitig erschwert Hamburg Bürgerinnen und Bürgern die Nutzung von Klimaanlagen mit dem Hinweis, dass bauliche Maßnahmen wie Verschattung oder Dachbegrünung vorzuziehen seien. Die aktuellen Zahlen des Senats zeigen jedoch: Ausgerechnet bei den eigenen Gebäuden wird dieses Ziel kaum umgesetzt.

Von 10.879 öffentlichen Gebäuden verfügen lediglich 660 über eine Grünbedachung. Das entspricht gerade einmal 6,1 Prozent. Umgekehrt sind 93,9 Prozent der öffentlichen Gebäude weiterhin ohne Gründach.

Eigene Maßstäbe werden nicht erfüllt

Dabei betont der Senat selbst regelmäßig die Vorteile begrünter Dächer. Sie können Gebäude im Sommer kühlen, Regenwasser zurückhalten und das Stadtklima verbessern. Umso erstaunlicher ist, dass diese Maßnahmen auf den eigenen Immobilien bislang kaum umgesetzt werden.

Besonders auffällig ist die Situation bei den öffentlichen Unternehmen. Dort verfügen lediglich 403 Gebäude über eine Grünbedachung. In den Behörden und Ämtern sind es 257 Gebäude. Zusammen ergibt das 660 Gebäude – bei einem Gesamtbestand von fast 11.000 öffentlichen Gebäuden.

Vorbildfunktion sieht anders aus

Umweltsenatorin Katharina Fegebank erklärt den Hamburgerinnen und Hamburgern regelmäßig, sie sollten bei zunehmender Hitze möglichst auf bauliche Maßnahmen wie Gründächer setzen und nicht auf Klimageräte. Wer solche Erwartungen an die Bürger richtet, muss jedoch zunächst auf den eigenen Gebäuden liefern. Die Realität sieht anders aus: Auf fast 94 Prozent der öffentlichen Gebäude gibt es bis heute kein Gründach. Das ist eine verheerende Bilanz für eine Senatorin, die sich beim Klimaschutz regelmäßig als Vorreiterin inszeniert. Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch Ankündigungen oder Interviews, sondern dadurch, dass der Staat selbst mit gutem Beispiel vorangeht. Klimaschutz beginnt auf den eigenen Dächern – und genau dort bleibt der rot-grüne Senat weit hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück.

Die CDU fordert deshalb, den Ausbau von Gründächern und Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden endlich konsequent voranzutreiben. Wer den Bürgerinnen und Bürgern Vorschriften macht und ihnen Klimaanlagen erschwert, muss zuerst die eigenen Hausaufgaben erledigen. Der Senat sollte auf den eigenen Dächern das umsetzen, was er von den Hamburgerinnen und Hamburgern verlangt.

Quelle: Drs. 23/4669, Anlagen 5 und 6 (Grünbedachung Behörden, Ämter und öffentliche Unternehmen)