Umweltsenatorin Fegebank inszeniert sich als Hüterin der konsequenten Wärmewende. Fossile Heizungen? Rückschritt. Klimaschutz? Alternativlos. Der Eindruck: Hamburg hat längst umgestellt.
Die Wahrheit sieht anders aus
Ein Blick in die Senatsantwort (Drs. 23/2531) zeigt: Seit 2020 werden in öffentlichen Gebäuden weiter Gasheizungen eingebaut. Für 2025, 2026 und 2027 sind weitere dokumentiert – mit klarem „Ja“ in den Planungsübersichten. Während öffentlich fossile Heizungen als Vergangenheit gelten, werden sie praktisch weiter verbaut.
Besonders brisant
Selbst Unternehmen der Umweltbehörde bauen Gasheizungen ein. Der Grund: Technik, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit zählen. In bestimmten Fällen sind moderne Gasheizungen sinnvoll – genau das macht der Senat, auch wenn die Kommunikation etwas anderes suggeriert.
Symbol der Diskrepanz: Eisporthalle Farmsen
Seit Jahren läuft dort eine mobile Ölheizung – angeblich „vorübergehend“. Klimaneutralität predigen, Öl verbrennen: Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit könnte größer kaum sein.
Fazit: Realität statt Rhetorik
Klimaschutz braucht Ehrlichkeit. Wer fossile Heizungen verteufelt, während die eigene Verwaltung sie einbaut, verliert Glaubwürdigkeit. Klimapolitik muss realistisch, bezahlbar und machbar sein. Die Wärmewende entscheidet sich nicht auf Instagram – sondern in echten Investitionen.

