Skip to content Skip to footer

Fische in Gefahr, Naturbad unter Fragezeichen: Hamburgs Gewässer mit massiven Grenzwertüberschreitungen

Die Auswertung der operativen Gewässerüberwachung 2024 zeichnet ein deutliches und zugleich beunruhigendes Bild: Nahezu das gesamte Hamburger Gewässernetz ist von Grenzwertüberschreitungen betroffen. In vielen Gewässerabschnitten wurden mehrere Schadstoffe gleichzeitig nachgewiesen – teilweise über Monate hinweg.

Diese Belastungen gefährden Fischbestände, ganze Ökosysteme und die Gesundheit der Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund stellt sich zwangsläufig die Frage, wie unter solchen Bedingungen Naturbäder eingerichtet oder eine intensivere Freizeitnutzung der Gewässer verantwortet werden soll.

Alle betroffenen Gewässer – Umfang, Anzahl und Stoffe (2024)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Was bedeutet das konkret?

Gesundheitsrisiken für Menschen: Stoffe wie Quecksilber, PFAS oder bestimmte Pflanzenschutzmittel stehen im Zusammenhang mit Krebs, Nervenschäden und hormonellen Störungen. Eine Belastung der Gewässer ist damit nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein gesundheitspolitisches Problem – insbesondere für Kinder, Schwangere und empfindliche Personengruppen.

Klare Forderung an den Senat

Der Senat muss handeln. Gewässerschutz ist Gesundheits- und Artenschutz. Solange Grenzwerte in Hamburgs Gewässern regelmäßig überschritten werden, stellt sich ernsthaft die Frage, wie Naturbäder ertüchtigt oder Gewässer als sichere Erholungsräume dargestellt werden sollen.

Ohne sauberes Wasser gibt es keine gesunden Fische – und kein sicheres Naturbad.

Quelle: Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage, Drs. 23/2549, Anlage