In Steilshoop ruht der Fokus der Stadtentwicklungsbehörden derzeit auf zwei bedeutenden Arealen: Steilshoop 11 und Steilshoop 12. Beide Flächen, am Nordrand der Großwohnsiedlung gelegen, sind Gegenstand laufender Bebauungsplanverfahren. Doch während SPD und Grüne auf zusätzlichen sozialen Wohnungsbau setzen, regt sich zunehmend Kritik – vor allem von Anwohnern und aus Reihen der CDU.
Der Stand der Planungen
Seit dem Jahr 2020 laufen die Bebauungsplanverfahren für die Gebiete Steilshoop 11 und 12. Diese umfassen ehemals schulisch genutzte Flächen am Übergang zum Landschaftsraum am Borchertring bzw. Fritz-Flinte-Ring. Ziel der Planungen ist es, durch Änderungen im Flächennutzungsplan und im Landschaftsprogramm neues Baurecht zu schaffen. Im Fokus stehen:
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Steilshoop 11: Schaffung neuen Wohnraums auf einer bislang schulisch genutzten Fläche am nördlichen Rand der Großwohnsiedlung.
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Steilshoop 12: Neben Wohnbebauung ist eine Neuordnung von Sport- und Gemeinbedarfsflächen geplant. Gleichzeitig sollen die angrenzenden Kleingärten und Grünflächen planungsrechtlich gesichert werden.
Beteiligung der Öffentlichkeit – Anfang 2026 geplant
Laut Angaben des Senats befindet sich der Bebauungsplanentwurf derzeit in der Ausarbeitung. Eine öffentliche Beteiligung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB ist für Anfang 2026 vorgesehen.
Die bisherigen Schritte im Verfahren umfassen:
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21. Januar 2020: Einleitung des Verfahrens durch den Planungsausschuss (Drs. 21-0873)
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15. – 29. März 2021: Online-Beteiligung der Öffentlichkeit
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30. August 2021: Informationsveranstaltung in der Sporthalle Wandsbek
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19. Oktober 2021: Zustimmung zur Fortführung des Verfahrens durch den Planungsausschuss
- Danach passierte nichts!
Kritik an den Planungen: Steilshoop braucht Durchmischung, nicht noch mehr Hochhäuser
SPD und Grüne verfolgen das Ziel, weiteren sozialen Wohnungsbau in Steilshoop zu realisieren – auch in Form hochgeschossiger Gebäude. Doch diese Pläne stoßen auf Widerstand:
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Viele Anwohnerinnen und Anwohner sehen die städtebauliche Belastungsgrenze erreicht.
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Die CDU kritisiert: Steilshoop brauche keine weiteren sozialen Brennpunkte, sondern eine echte soziale Durchmischung – auch durch hochwertigen Wohnungsbau, wie es etwa in Wilhelmsburg erfolgreich praktiziert wurde.
Durch den öffentlichen Druck wurden die Planungen zunächst gebremst – was deutlich zeigt, dass eine bessere Einbindung der Bevölkerung erforderlich ist.
Was plant die SAGA?
Auch die SAGA als städtischer Wohnungsbaukonzern hat erste Maßnahmen in Angriff genommen. Die Flächenprüfung, städtebauliche Überlegungen und Abstimmungen mit den Behörden laufen bereits. Konkrete Bauanträge oder Visualisierungen liegen bisher aber nicht öffentlich vor.
Unser Fazit als CDU
Natürlich brauchen wir mehr Sozialbauten. Aber doch nicht in Steilshoop, wo bereits viele Sozialwohnungen bestehen. Steilshoop ist ein Stadtteil mit viel Potenzial – aber auch mit großen Herausforderungen. Ein „Weiter so“ beim sozialen Wohnungsbau gefährdet die Entwicklungschancen des Quartiers. Wir fordern:
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Durchmischte Quartiersentwicklung statt weiterer Konzentration von Sozialwohnungen
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Verbindliche Bürgerbeteiligung und frühzeitige Transparenz
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Verzicht auf weitere Hochhäuser, stattdessen qualitativ hochwertige Architektur und durchgrünte Bebauung
Die Zukunft Steilshoops entscheidet sich nicht allein am Reißbrett – sie braucht den Rückhalt der Menschen vor Ort.
👉 Weiterführende Informationen sowie Karten finden Sie im Planportal der Stadt Hamburg: www.hamburg.de/planportal
📩 Ansprechpartnerin: Anna Hirsch, Tel. 040 42881-3069, E-Mail: stadt-und-landschaftsplanung@wandsbek.hamburg.de
– Drucksache 23/612 –



