In der Baumstraße in Bramfeld hat die Polizei am 13. März 2026 bei einer Wohnungsdurchsuchung rund 50 Kilogramm Chemikalien und selbstgefertigte Pyrotechnik sichergestellt. Der Einsatz des Landeskriminalamts für Sprengstoffdelikte (LKA 75) war die Folge monatelanger Ermittlungen.
Verdacht durch Online-Käufe
Aufmerksam wurde das LKA 75 durch auffällige Bestellungen auf einer Online-Verkaufsplattform. Ein 40-jähriger Mann hatte dort größere Mengen verschiedener Grundstoffe erworben, die zur Herstellung explosionsgefährlicher Stoffe geeignet sind – insbesondere für pyrotechnische Gegenstände. Da der Mann nicht im Besitz einer sprengstoffrechtlichen Erlaubnis war und der Verdacht bestand, dass er illegale Pyrotechnik herstellen könnte, erwirkte das LKA 75 in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss.
Umfangreiche Funde im Keller
Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten im Keller des Einfamilienhauses nicht nur die 50 Kilogramm Chemikalien, sondern auch selbstgefertigte pyrotechnische Effektsätze und Knallkörper, ein industriell gefertigtes Mahlwerk sowie Füllmaterial für sogenannte Kugelbomben. Der 40-Jährige wurde nach Abschluss der Maßnahmen vor Ort entlassen.
Ermittlungen dauern an
Die Staatsanwaltschaft und das LKA 75 ermitteln weiter. Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden bei verdächtigen Online-Käufen ist – und welche Gefahren sich manchmal hinter verschlossenen Türen verbergen, auch mitten in einem Wohngebiet wie Bramfeld.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6337/6236846

