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Gesundheitsversorgung in Steilshoop: NDR macht Missstände sichtbar – Senat reagiert nur auf Druck

Die gesundheitliche Situation in Steilshoop ist alarmierend. Im Interview mit dem Norddeutscher Rundfunk habe ich deutlich gemacht, wie dramatisch sich die Lage für die Menschen vor Ort entwickelt hat – und dass ohne öffentlichen Druck bislang kaum Bewegung entsteht. Umso wichtiger ist es, dass der NDR die Probleme klar benennt und den Betroffenen eine Stimme gibt. Endlich wird öffentlich hingeschaut.

Fakt ist: In Steilshoop leben rund 20.000 Menschen. Während es im Jahr 2020 noch etwa zehn Hausärztinnen und Hausärzte gab, sind es heute nur noch zwei. Die Praxis ist zudem nicht barrierefrei erreichbar – für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie viele ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen ist das ein unhaltbarer Zustand.

Diese Entwicklung war absehbar. Bereits 2019 habe ich als Bezirksabgeordneter ein lokales Gesundheitszentrum für Steilshoop gefordert, um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern und zu bündeln. Dieser Vorschlag wurde damals von Rot-Grün abgelehnt. Heute sehen wir die Folgen dieser Entscheidung ganz konkret im Alltag der Menschen.

Der Senat darf diese Realität nicht länger ignorieren. Steilshoop braucht endlich tragfähige Lösungen: mehr Hausärzte, barrierefreie Zugänge und eine strukturierte, wohnortnahe Versorgung. Der öffentliche Druck wächst – und das ist gut so. Denn Gesundheit ist keine Frage des Stadtteils, sondern ein Grundrecht für alle Hamburgerinnen und Hamburger.

Den Beitrag des NDR können Sie hier anschauen.