Skip to content Skip to footer

Glascontainer am Bramfelder Markt: Wochenlange Entfernung sorgt weiter für Unverständnis

Am Bramfelder Markt sorgt die wiederkehrende Entfernung der Glascontainer rund um den Jahrmarkt erneut für Ärger bei vielen Anwohnerinnen und Anwohnern. Trotz wiederholter Kritik bleibt die Lösung der Verwaltung unverändert – und wirft weiterhin Fragen auf.

Nach aktueller Antwort des Senats werden die Depotcontainer zweimal jährlich für den Frühjahrs- und Herbstmarkt abgezogen. Grund dafür: Der Platz wird für einen Toilettenwagen sowie zusätzliche Müllcontainer benötigt. Der Abzug erfolgt bereits mehrere Tage vor Beginn der Veranstaltung, der Wiederaufbau zieht sich ebenfalls über mehrere Tage nach dem Ende hinaus. Begründet wird dies mit notwendigen Auf- und Abbauzeiten sowie sogenannten „Pufferzeiten“, um mögliche Störungen im Ablauf abzufedern.

Doch genau hier liegt das Problem: Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass die Container teils über mehr als eine Woche nicht zur Verfügung stehen – und das mitten im Zentrum eines stark frequentierten Stadtteils.

Viele Menschen verbinden die Entsorgung ihres Altglases mit dem Einkauf am Bramfelder Markt. Fällt diese Möglichkeit weg, entstehen ganz praktische Probleme im Alltag. Aus der Nachbarschaft wird berichtet, dass Glasflaschen in dieser Zeit vermehrt in öffentliche Mülleimer geworfen werden – mit entsprechenden Folgen für Sauberkeit und Entsorgung.

Besonders unverständlich bleibt, warum offenbar keine praktikable Alternative gefunden wird. Weder ein temporärer Ersatzstandort in unmittelbarer Nähe noch ein Verbleib der Container mit vorheriger Leerung scheint ernsthaft umgesetzt worden zu sein. Stattdessen wird auf weiter entfernte Standorte wie die Steilshooper Allee verwiesen – für viele insbesondere ältere Menschen keine echte Option.

Gerade vor dem Hintergrund, dass die Stadt seit Jahren für bessere Mülltrennung und höhere Recyclingquoten wirbt, wirkt dieses Vorgehen widersprüchlich. Wenn funktionierende Entsorgungsstrukturen regelmäßig für längere Zeit wegfallen, wird das Gegenteil dessen erreicht, was eigentlich politisch gewollt ist.

Die zentrale Frage bleibt daher bestehen: Warum gelingt es nicht, eine bürgernahe und praktikable Lösung zu finden? Der Eindruck drängt sich auf, dass hier organisatorische Abläufe über die Bedürfnisse der Menschen vor Ort gestellt werden – und das Jahr für Jahr aufs Neue.

– Drucksache 23/3852 –