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Hamburgs Hunde im Überblick – Beliebte Rassen, unbeliebte Plätze

Hamburg ist und bleibt eine Hundestadt: Zum Stichtag 25. August 2025 waren 105.983 Hunde im Hunderegister angemeldet. Damit ist die Zahl zwar gegenüber 2024 leicht gesunken, liegt aber immer noch fast doppelt so hoch wie 2012.

Die fünf beliebtesten Hunderassen in Hamburg

Ein Blick in die Statistik zeigt, welche Rassen in der Hansestadt am häufigsten vertreten sind:

  1. Labrador Retriever – 4.114

  2. Golden Retriever – 3.866

  3. Französische Bulldogge – 3.647

  4. Jack Russell Terrier – 3.737

  5. Dackel – 2.825

Ebenfalls stark vertreten sind Yorkshire Terrier (2.148), Bolonka Zwetna (1.514) und Beagle (1.339).

Die am wenigsten verbreiteten Rassen

Am anderen Ende der Statistik stehen Exoten, die in Hamburg kaum registriert sind. Viele davon gibt es nur ein einziges Mal – etwa den Great Japanese Dog, den Taiwan Dog oder den Otterhound. Insgesamt finden sich in Hamburg mehr als 400 verschiedene Hunderassen – von weltweit bekannten Klassikern bis hin zu absoluten Liebhaberrassen.

Viel Hund, wenig Auslauf

So vielfältig Hamburgs Hundewelt ist, so einseitig bleibt die Haltung des Senats zur Infrastruktur. Gerade einmal 141 ausgewiesene Hundeauslaufzonen sowie 100 freigegebene Wege und Rasenflächen stehen den über 105.000 Tieren zur Verfügung.  Das ist gemessen an der Zahl der Hunde deutlich zu wenig – zumal die Zahl der Halterinnen und Halter in den letzten Jahren massiv gestiegen ist.

Zwar planen die Bezirke vereinzelt neue Flächen – etwa in Hamm, Schnelsen, Jenfeld oder Harburg –, doch insgesamt ist das Tempo viel zu gering. Während die Einnahmen aus der Hundesteuer im Jahr 2024 über 5,6 Millionen Euro betrugen, fließt nur ein Bruchteil in den Ausbau von Hundewiesen.

Der Senat verweist darauf, dass die Personalstärke beim Hundekontrolldienst ausreichend sei und die Auslaufflächen bedarfsgerecht genutzt würden. Die Realität zeigt aber ein anderes Bild: Überfüllte Hundewiesen, Konflikte zwischen Haltern und Anwohnern und fehlende Ausweichmöglichkeiten in den Stadtteilen.

Gerade in dicht bebauten Quartieren wie Steilshoop, Barmbek oder Wilhelmsburg fehlt es an Freilaufflächen. Die Folge: Konflikte im Alltag – Hunde, die notgedrungen in Parks ohne Auslauffreigabe laufen, und Halter, die zwischen Bußgeldandrohungen und fehlenden Alternativen stehen.

Hamburg liebt seine Hunde – doch der Senat verpasst es, diesem Umstand gerecht zu werden. Wer über fünf Millionen Euro jährlich durch Hundesteuer einnimmt, sollte diese Mittel konsequent in mehr Auslaufflächen, eine bessere Pflege bestehender Hundewiesen und eine stärkere Präsenz des Hundekontrolldienstes investieren.

Hundehaltung ist in Hamburg längst kein Randthema mehr – es ist Alltag für Zehntausende Familien. Und die haben mehr verdient als Stückwerk bei der Hundeinfrastruktur.