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Hamburgs Umwelt-Haushalt offenbart Probleme: Weniger CO₂-Einsparung, weniger Landschaftsschutz und Sorgen beim FÖJ

Der neue Haushaltsplan 2027/2028 der Hamburger Umweltbehörde enthält zahlreiche Fachkennzahlen zu Klima, Natur, Abfall, Wasser und Altlasten. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt dabei nicht nur positive Entwicklungen, sondern auch einige Punkte, bei denen Hamburg vor erheblichen Herausforderungen steht.

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei einem Förderprogramm für technische Verbesserungen in Betrieben. 2024 wurden dadurch noch CO₂-Einsparungen von 37.717 Tonnen erreicht, 2025 waren es 11.786 Tonnen. Für 2026 liegt der Planwert bei 11.500 Tonnen. Für 2027 werden nur noch 9.544 Tonnen und ab 2028 sogar lediglich 6.736 Tonnen jährlich angesetzt.

Die Umweltbehörde begründet diese Entwicklung unter anderem damit, dass die Kosten pro eingesparter Tonne CO₂ in den vergangenen Jahren gestiegen seien. Zudem führe eine Änderung der Berechnungsmethodik rechnerisch zu einer Reduzierung der geplanten CO₂-Einsparung um rund 17 Prozent.

Auch bei der Hamburger Heizungsförderung fällt ein deutlicher Bruch in der Planung auf. Nachdem für 2027 noch eine CO₂-Einsparung von 4.349 Tonnen vorgesehen ist, sinkt der Planwert 2028 auf lediglich 610 Tonnen. Dieser Wert wird auch für 2029 und 2030 angesetzt. Die Behörde verweist unter anderem darauf, dass zusätzliche Kostenermächtigungen nur bis einschließlich 2027 zur Verfügung gestellt wurden und deshalb die Planwerte ab 2028 deutlich sinken. Zudem steigen nach Angaben der Behörde die Kosten je eingesparter Tonne CO₂ durch die Förderung von Infrastruktur wie Hausanschlussleitungen.

Probleme zeigen sich auch beim Freiwilligen Ökologischen Jahr. Eigentlich sollen möglichst viele FÖJ-Plätze angeboten und besetzt werden. Tatsächlich lag die Zahl der Teilnehmenden 2024 zum Jahresende bei 69 und 2025 nur bei 68 – jeweils bei einem Planwert von 80.

Die Umweltbehörde nennt dafür selbst eine „immer unsichere finanzielle Ausstattung“ und reduzierte Fördermittel. Für 2026 wird deshalb nur noch von 72 Teilnehmenden ausgegangen. Eine Werbekampagne soll neue Einsatzstellen gewinnen; die Behörde erwartet allerdings erst ab spätestens 2028 eine mögliche Wirkung.

Auch beim Landschaftsschutz wird eine problematische Entwicklung sichtbar. 2024 waren noch 19,02 Prozent der Hamburger Landesfläche als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. 2025 sank der Anteil auf 18,80 Prozent. Der ursprünglich formulierte Mindestwert von 18,9 Prozent wird damit unterschritten. Für die Jahre 2026 bis 2030 plant Hamburg nun dauerhaft mit lediglich 18,80 Prozent.

Bei den Straßenbäumen gibt es dagegen eine positivere Entwicklung. Der Bestand stieg von 228.859 Straßenbäumen im Jahr 2024 auf 229.834 im Jahr 2025. Für 2027 und 2028 wird mit jeweils 229.000 Straßenbäumen geplant. Die Behörde weist allerdings darauf hin, dass viele vorhandene Standorte nicht für nachhaltige Nachpflanzungen geeignet seien und Sonderprogramme notwendig seien, um einem Rückgang entgegenzuwirken.

Auch beim Restmüll setzt sich Hamburg ambitionierte Ziele. 2024 fielen aus privaten Haushalten und Kleingewerbe 429.089 Tonnen Restmüll an, 2025 waren es 417.390 Tonnen. Der Plan sieht einen weiteren Rückgang auf 410.000 Tonnen 2026, 404.000 Tonnen 2027 und 398.000 Tonnen 2028 vor. Bis 2029 soll die Menge auf 392.000 Tonnen sinken.

Der Haushaltsplan zeigt damit deutlich, wo Hamburg in den kommenden Jahren vor besonderen Herausforderungen steht. Gerade bei den geplanten CO₂-Einsparungen, beim FÖJ und beim Landschaftsschutz werfen die Zahlen Fragen auf. Entscheidend wird sein, ob der Senat erklären kann, wie die selbst gesteckten Klima- und Umweltziele erreicht werden sollen, wenn gleichzeitig zentrale Kennzahlen stagnieren oder teilweise deutlich zurückgehen.

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