Die Sanierungs- und Bauarbeiten am Haus der Jugend (HdJ) in Bramfeld verzögern sich weiter. Hintergrund sind mehrere unvorhergesehene Umstände, die erst im laufenden Bauprozess zutage getreten sind und zusätzliche Arbeiten erforderlich machten.
So musste für eine fachgerechte Außenwanddämmung zunächst der komplette erdberührte Sockelbereich des Gebäudes freigelegt werden. Dabei stellte sich heraus, dass bei der ursprünglichen Errichtung des Hauses rund um das gesamte Gebäude Bauschutt im Erdreich vergraben worden war. Dieser musste vollständig entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Die zusätzlichen Arbeiten machten Abstimmungen mit den ausführenden Gewerken sowie dem zuständigen Bezirksamt erforderlich und führten zu erheblichen Verzögerungen im Bauablauf.
Darüber hinaus zeigte sich, dass die vorhandene Erdungsanlage stark korrodiert war. Um einen ordnungsgemäßen Blitzschutz sicherzustellen, war eine vollständige Erneuerung zwingend notwendig. Zusätzlich muss der Fensterbereich der Turnhalle statisch untersucht werden, was ebenfalls Zeit in Anspruch nimmt.
Diese unvorhergesehenen Maßnahmen wirken sich auf zahlreiche Folgegewerke aus, darunter Gerüstbau, Fenster- und Türenbau, Wärmedämmverbundsystem, Dach- und Zimmerarbeiten, Bodenbeläge sowie die technische Gebäudeausrüstung. Erschwerend kommen derzeit witterungsbedingte Verzögerungen hinzu: Mehrere Baustoffe können nur bei Außentemperaturen von mindestens +5 Grad fachgerecht verarbeitet werden. Betroffen sind unter anderem Außenabdichtungen, Mörtelarbeiten sowie Abdichtungen und Abklebungen im Bereich von Fenstern und Fassaden.
Eine verlässliche Aussage zu den entstandenen oder noch zu erwartenden Mehrkosten ist aktuell nicht möglich. Auch ein verbindlicher Fertigstellungstermin kann derzeit nicht genannt werden. Nach aktuellem Stand wird jedoch ein voraussichtlicher Abschluss der Maßnahmen Ende März 2026 angestrebt. Weitere Details sind der Antwort des Senats in der Drucksache 23/440 zu entnehmen.
Für die Jugendlichen, Vereine und Initiativen in Bramfeld bleibt damit weiterhin Geduld gefragt – verbunden mit der Hoffnung, dass das Haus der Jugend bald wieder vollständig genutzt werden kann.
Quelle: Drucksache 23/2744

