Die Situation rund um den Bramfelder Markt sorgt zunehmend für Beschwerden. In den vergangenen Wochen und Monaten erreichen mich immer wieder Rückmeldungen von Bramfelderinnen und Bramfeldern, die von einer wachsenden Trinkerszene und von Menschen berichten, die sich teilweise über längere Zeit im Bereich des Marktplatzes aufhalten oder dort übernachten.
Aktuelle Hinweise beziehen sich unter anderem auf die Bänke am Marktplatz, den Bereich vor der Apotheke, den Eingang zum Ärztehochhaus und den Weg Richtung Kaufland. Auch die mir übersandten aktuellen Fotos zeigen Gruppen, die sich auf dem Bramfelder Markt aufhalten.
Dabei muss klar unterschieden werden: Obdachlosigkeit oder der Aufenthalt auf einer öffentlichen Bank sind keine Straftaten. Die Polizei kann Menschen nicht einfach wegschicken, nur weil sich andere an ihrer Anwesenheit stören. Bei Straftaten, konkreten Störungen oder Gefahren muss und kann die Polizei selbstverständlich einschreiten.
Genau deshalb reicht der Ruf nach dem PK 36 allein nicht aus. Wir müssen uns auch darum kümmern, warum Menschen dauerhaft auf der Straße leben, Alkoholprobleme haben oder sich an bestimmten Orten immer wieder größere Szenen bilden.
Das Problem: Bramfeld hat keinen eigenen Streetworker. Angesichts der Entwicklung halte ich das inzwischen für nicht mehr vertretbar.
Wir brauchen jemanden, der regelmäßig vor Ort ist, die Menschen kennt, Kontakte zu Hilfsangeboten herstellt und gleichzeitig gemeinsam mit Polizei, Bezirksamt, Suchthilfe und sozialen Einrichtungen daran arbeitet, dass sich die Situation am Bramfelder Markt nicht weiter verschärft.
Die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger sind inzwischen deutlich. Viele haben den Eindruck, dass sich die Verhältnisse verschlechtern. Diese Beschwerden müssen ernst genommen werden – genauso wie die Menschen, die offensichtlich Hilfe benötigen.
Ich werde das Thema deshalb gegenüber den zuständigen Stellen aufgreifen. Mein Ziel ist klar: Bramfeld braucht jetzt eine aufsuchende Sozialarbeit beziehungsweise Streetwork für den Bereich des Bramfelder Marktes. Einfach abzuwarten, bis sich die Situation weiter zuspitzt, ist keine Lösung.


