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Immer mehr Hilferufe vom Bramfelder Marktplatz – wir brauchen endlich Streetwork vor Ort

In den vergangenen Wochen erreichen mich immer mehr besorgniserregende Meldungen vom Bramfelder Marktplatz. Bürgerinnen und Bürger berichten von Menschen, die dort offenbar obdachlos sind und teilweise auf dem Boden liegen oder schlafen. Auch das beigefügte Foto wurde mir aus Bramfeld zugeschickt.

Gleichzeitig gibt es seit Längerem Beschwerden über die Trinkerszene rund um den Marktplatz. Viele Bramfelderinnen und Bramfelder sagen mir, dass ihnen die Entwicklung zunehmend Sorgen bereitet.

Für mich ist aber ebenso klar: Diese Menschen brauchen Hilfe. Es bringt nichts, sie einfach vom Marktplatz zu vertreiben. Dann verschwinden weder Obdachlosigkeit noch Suchtprobleme – sie verlagern sich lediglich an den nächsten Ort.

Genau deshalb brauchen wir in Bramfeld eine verlässliche und aufsuchende Sozialarbeit. Streetworker können Kontakt zu den Betroffenen herstellen, Vertrauen aufbauen und bei Bedarf den Weg zu Unterkünften, Suchtberatung, medizinischer Versorgung oder anderen Hilfsangeboten ebnen.

Leider gibt es in Bramfeld bislang kein eigenes Streetwork-Angebot, das sich dauerhaft um diese Situation auf dem Marktplatz kümmern kann. Das müssen wir ändern.

Dabei geht es um beides: Wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen, die den Marktplatz täglich nutzen, und gleichzeitig den Menschen helfen, die dort offensichtlich Unterstützung benötigen.

Wegschauen ist keine Lösung. Vertreiben ist keine nachhaltige Lösung. Helfen und sich kümmern – das muss unser Ansatz sein.

Ich werde deshalb weiter darauf drängen, dass für Bramfeld ein entsprechendes Streetwork-Angebot geschaffen wird und der Marktplatz regelmäßig aufgesucht wird. Wir dürfen nicht warten, bis sich die Situation weiter verschärft.