Die Sorge um die Sicherheitslage in Steilshoop wächst. Nach mehreren schweren Vorfällen der vergangenen Zeit wenden sich inzwischen auch Bewohnerinnen und Bewohner direkt an die Bezirksversammlung Wandsbek und bitten die Politik um Unterstützung. Zwei aktuelle Eingaben machen deutlich, wie sehr sich das Sicherheitsgefühl im Stadtteil verschlechtert hat.
Eine Steilshooperin schreibt: „Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass die Unsicherheit für viele Anwohnerinnen und Anwohner zum Alltag geworden ist.“ Besonders eindringlich ist ihr Appell: „Wir dürfen mit dieser Angst nicht allein gelassen werden.“ Sie fordert mehr sichtbare Präsenz, konkrete Maßnahmen und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Sorgen der Menschen im Stadtteil (Drs. 22-4090).
Auch in einer weiteren Eingabe wird von einer zunehmenden Unsicherheit berichtet. Dort heißt es: „Die zahlreichen Straftaten und wiederkehrenden problematischen Situationen führen dazu, dass ich mich in meinem eigenen Wohnviertel zunehmend unsicher fühle.“ Konkret werden eine verstärkte Polizeipräsenz, zusätzliche Fußstreifen und gezielte Kontrollen an bekannten Problemstellen gefordert (Drs. 22-4088).
Für uns als CDU sind diese Hilferufe ein weiteres deutliches Warnsignal. Wir weisen seit Langem darauf hin, dass Steilshoop mehr Unterstützung braucht. Dabei reicht es nicht, allein auf Polizei und Strafverfolgung zu setzen. Wir fordern deshalb sowohl eine Polizeistation direkt in Steilshoop als auch eine deutlich stärkere soziale Betreuung durch Streetworker. Probleme müssen frühzeitig erkannt und angegangen werden, bevor sie eskalieren. Ein Streetworker vor Ort reicht nicht aus.(https://www.sandrokappe.de/steilshoop-im-fokus-nur-ein-einziger-streetworker/)
Die Menschen im Stadtteil erwarten zu Recht, dass ihre Sorgen ernst genommen werden. Wenn inzwischen Bürgerinnen und Bürger selbst Eingaben an die Bezirkspolitik richten und schreiben, dass sie Angst in ihrem eigenen Wohnviertel haben, darf der Senat nicht weiter wegschauen.
Steilshoop braucht endlich ein gemeinsames Sicherheitskonzept aus sichtbarer Polizeipräsenz, einer Polizeistation vor Ort, mehr Streetwork und konsequenter sozialer Prävention. Die Menschen dürfen mit ihrer Angst nicht allein gelassen werden.

