In Steilshoop spitzt sich die medizinische Lage weiter zu – besonders für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen. Immer häufiger melden sich Angehörige und Nachbarinnen mit derselben Sorge: Viele Betroffene können aktuell keinen Hausarzt aufsuchen, obwohl sie dringend medizinische Hilfe benötigen.
Der Grund ist schlicht und bitter. Die ehemalige Miamedes-Praxis ist geschlossen. Die verbliebene Praxis im Fritz-Flinte-Ring hilft vielen nicht weiter, weil sie nicht barrierefrei erreichbar ist: zwei Treppen, kein Fahrstuhl. Für Menschen mit Rollator, Gehstock oder eingeschränkter Mobilität ist die Praxis nicht aufsuchbar.
Hinzu kommen die aktuellen winterlichen Bedingungen. Schlecht geräumte Wege, vereiste Gehwege und lange, mühsame Wege zu Bushaltestellen verschärfen die Situation. Was für Gesunde schon beschwerlich ist, wird für viele Seniorinnen und Senioren zur unüberwindbaren Hürde. Das Ergebnis: Arztbesuche werden verschoben oder ganz aufgegeben – mit allen gesundheitlichen Risiken.
Deshalb richtet sich ein klarer Aufruf an die Nachbarschaft:
Wenn Sie Steilshooperinnen oder Steilshooper kennen, die aufgrund körperlicher Einschränkungen derzeit keinen Arzt erreichen können, melden Sie sich bitte bei mir: 0151/15591280.
Parallel wird an Übergangslösungen gearbeitet – etwa an Fahrdiensten oder Sammeltaxi-Modellen, um zumindest den Weg zum Arzt zu ermöglichen. Versprechen lassen sich solche Lösungen nicht. Aber gerade jetzt, bei Kälte und Glätte, ist es entscheidend, die Schwächsten nicht allein zu lassen.
Es geht nicht um Ankündigungen, sondern um konkrete Hilfe. Und es geht um Menschen.

