Steigende Kfz-Zulassungszahlen in Bramfeld und Farmsen-Berne – in Steilshoop gesunken– immer noch keine Stellplatzpflicht bei Neubauten

Die Zulassungen von PKWs, LKWs und Krads steigen hamburgweit (Ausnahme: HH-Nord) an. Bei uns in Wandsbek gab es in den letzten fünf Jahren einen Zuwachs von 12.307 PKWs (+ 6,69%), 2.603 LKWs (+ 20,8 %) und 1.021 neuen Krafträder (+ 7,78 %). In Bramfeld stieg die Zahl von 22.100 auf 22.921, in Farmsen-Berne von 13.920 auf 14.450 und in Steilshoop fiel sie von 6.330 auf 6.176.

 

Dennoch gibt es noch immer keine Verpflichtung Stellplätze bereitzustellen. In Anbetracht der ohnehin schon prekären Parkplatzsituation und steigender Einwohnerzahlen, ein Unding! Das von der CDU bereits im April 2019 veröffentlichte Mobilitätskonzept „Mobilität weiterdenken, Menschen verbinden“ fordert daher, die 2014 außer Kraft gesetzte Stellplatzpflicht wieder einzuführen und in der Hamburgischen Bauordnung mit der verbindlichen Vorgabe von 0,8 Pkw- Stellplätzen pro Wohnung zu verankern.

Das Thema Mobilitätswende ist derzeit in aller Munde. Ein zeitgemäßer Mix aus Autos, Bahnen, Bussen, Fähren, Zu-Fuß-gehen, Fahrrädern, Lastern, Motorrädern, E-Scootern usw. ist von entscheidender Bedeutung für die zukünftige Ausgestaltung der Mobilität in Hamburg. Dies gilt für Hamburg als Herz einer Metropolregion mit über fünf Millionen Einwohnern, Verkehrsdrehscheibe für Norddeutschland und nach Nordeuropa sowie als Hafenstandort von Weltrang umso mehr.

 

Gerade das Auto ist dabei ein besonders polarisierendes Objekt. Wir als CDU-Fraktion haben beim Senat nachgefragt (22-4740) wie viele PKWs, LKWs, und Krads es in Hamburg überhaupt gibt.

 

Die Beantwortung dieser Großen Anfrage erfolgt nicht auf der Grundlage von Zahlen, die vom Landesbetrieb Verkehr (LBV) bei der Zulassung von Kraftfahrzeugen erhoben werden. Bei der Zulassung von Kraftfahrzeugen wird lediglich die Anschrift der das Fahrzeug haltenden Person in das Zulassungsregister eingetragen. Eine Zuordnung zu Bezirken und Stadtteilen erfolgt dabei nicht.

 

Daten zu Zulassungen von Kraftfahrzeugen auf Ebene der Hamburger Stadtteile veröffentlicht allerdings das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (Statistikamt Nord) u.a. unter https://region.statistik-nord.de/main/2/ zum Stichtag 1. Januar des Folgejahres. Das Statistikamt Nord verarbeitet für die Darstellung von Kfz-Zulassungen auf Ebene der Hamburger Stadtteile die Jahreszahlen für Kfz-Zulassungen in Hamburg auf Ebene der statistischen Gebiete (auf der Grundlage bereitgestellter Daten des Kraftfahrt Bundesamtes).

 

Der Bezirk Wandsbek verzeichnet dabei ein Zuwachs an PKWs von 12.307 (+ 6,69%), von 183.988 im Jahr 2015 zu 196.295 im Jahr 2021.

 

In Bramfeld stieg die Zahl von 22.100 auf 22.921, in Farmsen-Berne von 13.920 auf 14.450 und in Steilshoop fiel sie von 6.330 auf 6.176.

 

Bei den Lastkraftwagen ist für Wandsbek ein Plus von 2.603 (+ 20,8 %) registriert worden. Hier stieg die Anzahl von 12.516 im Jahr 2015 auf 15.119 im Jahre 2021.

 

In Bramfeld ging die Zahlen von 1.333 leicht zurück auf 1.329, in Farmsen-Berne stieg sie von 572 auf 617 und in Steilshoop stieg sie ebenfalls von 265 auf 396.

 

Auch die Krafträder legten mit 1.021 (+ 7,78 %) Stück zu. Ihre Anzahl stieg von 13.121 auf 14.142.

 

In Bramfeld stieg die Anzahl von 1.881 auf 1.966, in Farmsen-Berne von 1.118 auf 1.220 und in Steilshoop sank sie leicht von 320 auf 317.

 

Die Zulassung eines Kraftfahrzeuges selbst vermag keine Aussage zum regelmäßigen Standort des Fahrzeugs treffen, so der Senat. Insbesondere bei Zulassungen größerer Firmen bzw. Fahrzeugflottenbetreiber in Hamburg kann der überwiegende Betrieb der Kraftfahrzeuge außerhalb Hamburgs erfolgen.

 

Die Zahlen zeigen jedoch eindeutig, dass die Anzahl der Fahrzeuge wächst, die auf unseren Straßen unterwegs sind. Der Trend lässt sich hamburgweit beobachten, nur in Hamburg-Nord ist ein Rückgang bei PKWs und LKWs zu verzeichnen.

 

Trotzdem gibt es bei Wohnungsneubauten noch immer keine Verpflichtung, Stellplätze bereitzustellen. In Anbetracht der ohnehin schon prekären Parkplatzsituation und steigender Einwohnerzahlen, ein Unding!

 

Das von der CDU bereits im April 2019 veröffentlichte Mobilitätskonzept „Mobilität weiterdenken, Menschen verbinden“ fordert daher, die 2014 außer Kraft gesetzte Stellplatzpflicht wieder einzuführen und in der Hamburgischen Bauordnung mit der verbindlichen Vorgabe von 0,8 Pkw- Stellplätzen pro Wohnung zu verankern.

 

Selbstverständlich freue ich mich über jede Hamburgerin und jeden Hamburger, der sich mit Bus und Bahn oder anderen Verkehrsmitteln des Umweltverbundes statt mit dem eigenen Auto durch die Stadt bewegt. Allerdings erfüllen motorisierte Fortbewegungsmittel sowohl individuell als auch öffentlich und privatwirtschaftlich, eine wichtige Funktion im Verkehrsmittelmix unserer Stadt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0