Viele Bürgerinnen und Bürger haben mich gefragt: Was ist eigentlich mit der Kita-Baustelle „Erich Kästner“ in Farmsen los?
Wer vor Ort vorbeigeht, sieht sofort: Hier ist kein kleines Projekt ins Stocken geraten. Der Bau ist bereits weit fortgeschritten, der Rohbau steht, das Gerüst ist aufgebaut. Und direkt daneben kündigt seit langer Zeit ein großes Bauschild an, was hier entstehen soll: eine moderne, inklusive und bilinguale Kita.
Doch die Realität sieht anders aus: Seit Monaten passiert nichts.
Probleme seit Juni 2024 bekannt
Besonders bemerkenswert ist: Der zuständigen Behörde ist bereits seit Juni 2024 bekannt, dass sich das Projekt verzögert.
Als Grund wird genannt, dass die Finanzierung noch nicht abschließend geklärt ist.
Das ist der eigentliche Kern des Problems. Denn es stellt sich eine einfache, aber entscheidende Frage:
Wie kann ein Bauprojekt so weit vorangetrieben werden, ohne dass die Finanzierung gesichert ist?
Der Senat teilt mit, man stehe im Austausch und die Bauarbeiten könnten „zeitnah“ weitergehen.
Auch rechtlich nicht ohne Risiko
Wenn Bauarbeiten über längere Zeit unterbrochen werden, kann nach der Hamburgischen Bauordnung sogar die Baugenehmigung erlöschen.
Auch wenn das aktuell noch nicht der Fall ist, zeigt es, wie kritisch die Situation bereits ist.
Hier steht kein unfertiges Fundament – hier steht ein fast fertiger Bau, der nicht weiterkommt. Und das, obwohl die Probleme seit über einem Jahr bekannt sind.
Mein klares Fazit:
Hamburg kann sich keine halbfertigen Baustellen leisten – weder beim Elbtower noch in unseren Stadtteilen. Überall fehlen Flächen.
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